S 7 Sozial- und Erziehungsdienst: Gehalt nach Stufen 2026
In der S-Gruppe 7 des TVöD-Sozial- und Erziehungsdienst (VKA) verdienen Beschäftigte 2026 zwischen 3.426,93 € und 4.528,02 € brutto im Monat, je nach Tarifstufe. Eingruppiert sind Gruppenleitungen mit abgeschlossener Berufsausbildung in Ausbildungs- oder Berufsförderungswerkstätten und in Werkstätten für behinderte Menschen. Alle Werte gelten ab dem 1. Mai 2026 und beruhen auf der Tarifeinigung vom 06.04.2025 (+2,8 % zum 01.05.2026).
- Quelle
- VKA
- Tabelle
- TVöD-Tabelle 2026
- gültig ab
- Stand
- Nutzung
- kostenlos, ohne Anmeldung
Wie viel verdient man in S 7?
Das Tabellenentgelt steigt von 3.426,93 € in Stufe 1 auf 4.528,02 € in der Endstufe 6, ein Plus von 1.101,09 €.
| Stufe | Brutto/Monat | Stufenlaufzeit bis zur nächsten Stufe |
|---|---|---|
| 1 | 3.426,93 € | 1 Jahr |
| 2 | 3.649,60 € | 2 Jahre |
| 3 | 3.871,14 € | 3 Jahre |
| 4 | 4.098,95 € | 4 Jahre |
| 5 | 4.270,11 € | 5 Jahre |
| 6 | 4.528,02 € | Endstufe |

Stand & Quelle: gültig vom 1. Mai 2026 bis zum 31. März 2027, VKA-Lesefassung Änderungstarifvertrag Nr. 22. Weiter: Alle S-Gruppen im Überblick · TVöD-Tabelle 2026 · Pflege
Welche Berufe fallen in S 7?
Typische Tätigkeiten und Berufsbezeichnungen nach dem Tätigkeitsmerkmal:
- Gruppenleitung in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)
- Gruppenleitung in einer Berufsförderungswerkstatt
- Gruppenleitung in einer Ausbildungswerkstatt
- Gruppenleitung im Berufsbildungsbereich einer Werkstatt
- Gruppenleitung im Arbeitsbereich einer Werkstatt
- Facharbeiter oder Geselle als Gruppenleitung mit sonderpädagogischer Zusatzqualifikation
Tätigkeitsmerkmal S 7 im Wortlaut
S 7 hat ein einziges Tätigkeitsmerkmal in Teil B Abschnitt XXIV der Entgeltordnung (VKA):
- Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung als Gruppenleiterin/Gruppenleiter in Ausbildungs- oder Berufsförderungswerkstätten oder Werkstätten für behinderte Menschen. (Hierzu Protokollerklärungen Nrn. 1, 1 a und 17)
Voraussetzung für die Eingruppierung ist, dass der/die Beschäftigte über eine sonderpädagogische Zusatzqualifikation im Sinne der Werkstättenverordnung nach dem Neunten Buch des Sozialgesetzbuches oder über eine der sonderpädagogischen Zusatzqualifikation gleichgestellte Qualifikation verfügt. Eine Qualifikation im Sinne von Satz 1 kann bis zum 31. Dezember 2029 durch Teilnahme an geeigneten Fortbildungsmaßnahmen nachgeholt werden. Vom Erfordernis einer Qualifikation im Sinne des Satzes 1 sind Beschäftigte befreit, denen seit mindestens 15 Jahren eine Tätigkeit entsprechend der Tätigkeitsmerkmale der Entgeltgruppe S 7 übertragen ist.
S 7 in der Laufbahn
Neben der Berufsausbildung zählt also die sonderpädagogische Zusatzqualifikation. Wer sie noch nicht hat, kann sie bis zum 31. Dezember 2029 nachholen; nach 15 Jahren in einer S-7-Tätigkeit entfällt das Erfordernis. Nach § 9 Abs. 3 der Werkstättenverordnung soll das Zahlenverhältnis von Fachkräften zu behinderten Menschen im Berufsbildungsbereich 1:6 und im Arbeitsbereich 1:12 betragen; die Fachkräfte sollen in der Regel Facharbeiter, Gesellen oder Meister mit mindestens 2 Jahren Berufserfahrung in Industrie oder Handwerk sein.
S 7 ist der Einstieg der Werkstatt-Laufbahn. Mit abgeschlossener Weiterbildung als geprüfte Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung ist die Gruppenleitung S 8a Fallgruppe 2, als Handwerks-, Industrie- oder Gärtnermeister S 8b Fallgruppe 2. Mit der Kinderpflege hat S 7 nichts zu tun, obwohl die Nummer zwischen S 4 und S 8a liegt.
Wie Tätigkeitsmerkmale gelesen werden, erklärt der Ratgeber Entgeltordnung und Tätigkeitsmerkmale.
Was bleibt in S 7 netto übrig?
In Stufe 3 bleiben von 3.871,14 € brutto in Steuerklasse I etwa 2.434,45 € netto.
| Position | Betrag (Stufe 3, StKl. I) |
|---|---|
| Brutto | 3.871,14 € |
| Steuern + Sozialabgaben + VBL | −1.436,69 € |
| Netto | 2.434,45 € |
Welche Abzüge das sind, erklärt der Ratgeber Brutto und Netto im öffentlichen Dienst; mit Ihren eigenen Werten rechnet der TVöD-Rechner.
Teilzeit in S 7
Teilzeit kürzt das Tabellenentgelt im Verhältnis zur Vollzeit von 39 Wochenstunden.
| Anteil | Wochenstunden | Brutto/Monat | Netto/Monat (StKl. I) |
|---|---|---|---|
| 50 % | 19,5 | 1.935,57 € | 1.395,18 € |
| 75 % | 29,25 | 2.903,36 € | 1.927,33 € |
| 100 % | 39 | 3.871,14 € | 2.434,45 € |
Andere Stundenzahlen rechnet der Teilzeit-Rechner.
Stufen und Stufenlaufzeit in S 7
Die Endstufe 6 erreichen Beschäftigte nach 15 Jahren ununterbrochener Tätigkeit in der Gruppe; der Aufstieg läuft automatisch, ohne Antrag:
- Stufe 1 → 2: nach 1 Jahr
- Stufe 2 → 3: nach 2 Jahren
- Stufe 3 → 4: nach 3 Jahren
- Stufe 4 → 5: nach 4 Jahren
- Stufe 5 → 6: nach 5 Jahren
Bei Einstellung führt mindestens ein Jahr einschlägiger Berufserfahrung zwingend in Stufe 2, mindestens drei Jahre „in der Regel“ in Stufe 3 (§ 1 Abs. 2 der Anlage zu § 56 (VKA) TVöD-BT-V, wortgleich § 52 Abs. 2 TVöD-BT-B). Die frühere SuE-Sonderlaufzeit entfiel zum 1. Oktober 2024 (§ 28e TVÜ-VKA). Das persönliche Datum berechnet der Stufenfahrplan.
Zulagen und Jahressonderzahlung in S 7
S 7 gehört zur Staffel S 2 bis S 11a der SuE-Zulage: 130,00 € monatlich (§ 1 Abs. 6 der Anlage zu § 56 (VKA) TVöD-BT-V), bei Teilzeit anteilig; statt ihrer lassen sich bis zu zwei Umwandlungstage wählen. Fristen und Regenerationstage erklärt der Ratgeber SuE-Zulage.
Für S 7 setzt Satz 3 der Protokollerklärung Nr. 1 die Heimzulage auf 65,00 € fest, und zwar nur für die Tätigkeit in einem Heim; eine Werkstatt ist keine Wohnform. Das Merkmal verweist außerdem auf die Praxisanleiterzulage der Nr. 1a: 70,00 € monatlich, wenn Praxisanleitung in der Ausbildung von Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen, Sozialassistentinnen oder Heilerziehungspflegerinnen übertragen ist und mindestens 15 Prozent der Gesamttätigkeit ausmacht.
Die Jahressonderzahlung beträgt nach dem Allgemeinen Teil 85 %; im Krankenhaus (TVöD-BT-K) und in Pflege- und Betreuungseinrichtungen (TVöD-BT-B) gehört S 7 zum Band S 2 bis S 8b mit 90 % (Beträge je Stufe).
— Und im Vergleich zu den Nachbargruppen? —
S7 oder S8a: was ist der Unterschied?
Maßgeblich ist die übertragene Tätigkeit, nicht die Berufsbezeichnung.
| S7 | S8a | |
|---|---|---|
| Regel-Anforderung | Berufsausbildung + Gruppenleitung Werkstatt | staatl. Anerkennung Erzieher/HEP |
| Spanne brutto (VKA) | 3.426,93 €–4.528,02 € | 3.509,44 €–4.668,84 € |
| Typische Tätigkeit | Gruppenleitung in einer Werkstatt | Erziehung und Betreuung |
Die Abgrenzung wirkt sich unmittelbar auf das Monatsentgelt aus: Zwischen S7 und S8a liegen in der Endstufe rund 140,82 € brutto.
Wie diese Zahlen entstehen
- Brutto zur Build-Zeit aus der Sektor-Engine (
lib/engine/tvoed/sue-pflege.ts) übergetBruttoSue("7", stufe, 2026); nichts ist hartkodiert. - Netto über
calculateNettoFromBrutto: Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer und Kinderfreibeträge, KVZ 2,9 %, mit VBL. - Merkmal-Wortlaut: VKA-Lesefassung Stand 01.01.2026, geprüft am 23. September 2026.
Häufige Fragen zu S 7
Häufige Fragen zu S 7
Braucht man für S 7 eine sonderpädagogische Zusatzqualifikation?
Ja, nach Protokollerklärung Nr. 17 eine Zusatzqualifikation im Sinne der Werkstättenverordnung oder eine gleichgestellte Qualifikation. Sie kann bis zum 31. Dezember 2029 nachgeholt werden; wer seit mindestens 15 Jahren eine Tätigkeit nach S 7 ausübt, ist davon befreit.
Was bleibt in S 7 netto übrig?
In S 7 Stufe 3 bleiben in Steuerklasse I etwa 2.434,45 € von 3.871,14 € brutto.
Wie lange dauert es bis zur Endstufe in S 7?
Nach 15 Jahren ununterbrochener Tätigkeit in derselben Gruppe; die Stufenlaufzeiten betragen 1, 2, 3, 4 und 5 Jahre (§ 16 TVöD-VKA). Im Sozial- und Erziehungsdienst gilt das seit dem 1. Oktober 2024 (Überleitung: § 28e TVÜ-VKA).
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- Geprüft am
- Datengrundlage
- TVöD-SuE-Tabelle 2026 (VKA)
Quellen aller Zahlen dieser Seite
- 1VKA — Vereinigung der kommunalen ArbeitgeberverbändeHerausgeber der TVöD-Entgelttabellen für den kommunalen Bereich (VKA) und der offiziellen Lesefassung
- 2BMI — Bundesministerium des Innern und für HeimatHerausgeber des TVöD Bund (Entgelttabellen, Tarifvertrag, Änderungstarifverträge)
Redaktion Entgeltgruppen.com
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