Ratgeber: TVöD & öffentlicher Dienst erklärt
Im öffentlichen Dienst wird nach Tarif gezahlt, nicht nach Verhandlung: Entgeltgruppe und Stufe stehen im Arbeitsvertrag, der zugehörige Monatsbetrag steht in der Entgelttabelle (§ 15 TVöD, gültig ab 01.05.2026). Jede Gehaltsfrage im öffentlichen Dienst ist deshalb die Frage nach einer Regel — welche Gruppe eine Tätigkeit trägt, wie schnell die Stufen steigen, was zwischen Brutto und Netto abgeht, wann eine Höhergruppierung greift. Die 43 Ratgeber auf dieser Seite beantworten sie einzeln und mit belegten Zahlen; für das eigene Ergebnis können Sie jederzeit Ihr Gehalt nach Entgeltgruppe und Stufe berechnen.
Wovon das Gehalt im öffentlichen Dienst abhängt
Zwei Größen bestimmen das monatliche Tabellenentgelt: die Entgeltgruppe und die Stufe. Die Entgeltgruppe folgt aus der übertragenen Tätigkeit und reicht von E 1 bis E 15. Die Stufe folgt aus der Zeit in dieser Gruppe: Jede Entgeltgruppe hat sechs Stufen, und der Aufstieg erfolgt automatisch — bis zur Endstufe vergehen 15 Jahre. Wo sich beide Größen treffen, steht der Monatsbetrag in der Entgelttabelle (§ 15 TVöD).
Drei weitere Faktoren verändern das Ergebnis. Erstens der Arbeitgeberbereich: Für den Bund und die Kommunen gilt der TVöD, für die Bundesländer der TV-L — mit eigenen Tabellen. Zweitens der Beschäftigungsumfang: Die reguläre Vollzeit beträgt 39 Std./Woche, Teilzeit senkt das Entgelt anteilig. Drittens die persönlichen Steuermerkmale, die aus dem Brutto ein Netto machen.
Über das Tabellenentgelt hinaus kennt der Tarifvertrag eigene Ansprüche mit eigenen Regeln — die Jahressonderzahlung (§ 20), die Zusatzversorgung als betriebliche Altersvorsorge und die Höhergruppierung beim Wechsel in eine höhere Gruppe (§ 17). Die Ratgeber auf dieser Seite nehmen sich diese Bausteine einzeln vor. Alle Beträge beziehen sich auf die seit dem 01.05.2026 gültige Entgelttabelle.
Alle Ratgeber im Überblick
- Welche Entgeltgruppe bekomme ich? Eingruppierung im TVöDNach welchen Tätigkeitsmerkmalen Ihre Entgeltgruppe festgelegt wird — und welcher Beruf in welche Gruppe fällt.
- Stufenlaufzeit & Stufenaufstieg im TVöDDer Aufstieg durch die Stufen 1 bis 6 erfolgt automatisch nach 1, 2, 3, 4 und 5 Jahren — 15 Jahre bis zur Endstufe.
- Brutto und Netto im öffentlichen Dienst: die Abzüge erklärtWelche Abzüge vom Brutto entstehen: Lohnsteuer, Sozialversicherung, Zusatzversorgung, Soli und Kirchensteuer.
- TVöD oder TV-L: was gilt für mich?Der TVöD gilt für Bund und Kommunen, der TV-L für die Länder — gleicher Aufbau, leicht abweichende Tabellen.
- Höhergruppierung: die höhere EntgeltgruppeWann der Wechsel in eine höhere Entgeltgruppe möglich ist und wie er sich vom Stufenaufstieg unterscheidet.
- PKV im öffentlichen Dienst: Regeln für TarifbeschäftigteWechseln dürfen Tarifbeschäftigte nur oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze — ohne Beihilfe und erst zum Jahresende.
- Tarifvertrag öffentlicher Dienst: TVöD und TV-LTVöD für Bund und Kommunen, TV-L für die Länder — wer verhandelt, für wen die Verträge gelten und was sie regeln.
- Stufenzuordnung bei Einstellung im TVöDEinschlägige Berufserfahrung legt die Stufe fest, förderliche Zeiten kann der Arbeitgeber anrechnen — was beim Einstieg verhandelbar ist.
- Entgeltordnung TVöD: Tätigkeitsmerkmale erklärtWie ein Tätigkeitsmerkmal gebaut ist: Arbeitsvorgang, Hälfte-Regel, Heraushebung und die Formel von den sonstigen Beschäftigten.
- Eingruppierung nach Berufen im TVöD: Beruf und GruppeWelcher Beruf in welche S-, P- oder E-Gruppe fällt — mit dem Tätigkeitsmerkmal, an dem die Zuordnung tatsächlich hängt.
- Erzieher Gehalt TVöD 2026: Eingruppierung in S 8aStaatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher fallen in S 8a — Merkmal im Wortlaut, Ausbildungsweg, Träger und Zulagen.
- Verwaltungsfachangestellte: Gehalt und EntgeltgruppeDie dreijährige Ausbildung erfüllt die Entgeltgruppe 5 Fallgruppe 1 — und warum der Angestelltenlehrgang I diesen Beruf nicht trifft.
- Pflegefachkraft Gehalt TVöD: P 7, P 8 oder P 9?P 7 für die dreijährige Pflegeausbildung, P 8 und P 9 für Schwierigkeit und Fachweiterbildung — die Leitungsleiter ist eine eigene.
- Sonderurlaub im TVöD: Arbeitsbefreiung nach § 29Sonderurlaub nach § 28 ist unbezahlt; bezahlt frei gibt es bei Geburt, Todesfall oder Umzug nach § 29 — die vollständige Liste mit TV-L und TVAöD.
- Physiotherapeut Gehalt TVöD 2026: E 7 bis E 9b und TV-L E 6E 7 mit staatlicher Anerkennung, E 8 bis E 9b über schwierige Aufgaben, Demenz oder Polytrauma — und warum die Uniklinik nach TV-L nur E 6 zahlt.
- Ergotherapeut Gehalt TVöD 2026: E 7 bis E 9b, auch LogopädeErgotherapie in E 7, bei Demenz-Schwerpunkt E 9b; Logopäden bei Kommunen ebenfalls E 7, bei Bund und Ländern E 6 — mit Wortlaut und Berufsgesetz.
- Notfallsanitäter Gehalt TVöD: Entgeltgruppe N und E 8Kommunen zahlen Notfallsanitätern die eigene Entgeltgruppe N aus § 58 BT-V, der Bund die E 8 — Einstieg in Stufe 2, Bereitschaftszeit 2026/2027 und Träger außerhalb des TVöD.
- Rettungssanitäter Gehalt im TVöD: E 4 plus 2,3 % ZulageRettungssanitäter stehen in E 4 und erhalten eine Entgeltgruppenzulage, prozentual bei Kommunen, fest beim Bund — dazu 520 Stunden Ausbildung, Rettungshelfer und 24-Stunden-Dienste.
- Gehalt im öffentlichen Dienst 2026: Stufen und TabellenTVöD Kommunen, Bund und TV-L im Vergleich: welche Entgeltgruppe zu welchem Abschluss passt, wie die Stufen wirken und was die Destatis-Durchschnitte wirklich messen.
- Müllmann-Gehalt 2026: Müllwerker im TVöD nach BundeslandKein bundesweites Merkmal: E 3 in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Schleswig-Holstein, E 4 in NRW, Fahrer bis E 6 — mit Länder-Tabelle und Zulagen.
- Quereinstieg öffentlicher Dienst: Entgeltgruppe und StufeOhne passenden Abschluss in den öffentlichen Dienst: „sonstige Beschäftigte“, Fallgruppe 2, Angestelltenlehrgang in acht KAV-Bereichen und die Stufe-3-Grenze für fremde Berufserfahrung.
- Hebamme Gehalt TVöD 2026: P 8, mit Hochschulstudium P 11Angestellte Hebammen stehen in P 8, mit Hochschulstudium seit 01.01.2025 in P 11 — Merkmal im Wortlaut, Rückwirkung nach § 29e TVÜ-VKA, Pflegezulage und Kreißsaal-Dienste.
- Vermögenswirksame Leistungen im öffentlichen Dienst (TVöD)Wie viel VL Bund, Kommunen und Länder zahlen, wie Teilzeit gerechnet wird, wie weit ein Antrag zurückwirkt und wann es die Arbeitnehmer-Sparzulage gibt.
- Karenztage im öffentlichen Dienst: Krankmeldung nach TVöDKarenztage, Attest ab dem ersten Tag, eAU und sechs Wochen Entgeltfortzahlung nach § 22 TVöD — mit Krankheit im Urlaub und dem Stand der geplanten Reform.
- Sozialarbeiter- und Sozialpädagogen-Gehalt im TVöD 2026S 11b als Grundgruppe, S 12 für Schulsozialarbeit und Suchtberatung, S 14 im ASD — mit Wortlaut, Anerkennungsjahr, Master-Frage und Garantiebetrag.
- Heilerziehungspfleger-Gehalt im TVöD 2026: S 8a oder S 8bS 8a mit Anerkennung, S 8b in Gruppen von Menschen mit Behinderung — dazu Wohnheim oder Werkstatt, Heimzulage, Fachschule und der Aufstieg über die Heilpädagogik.
- Nebentätigkeit im öffentlichen Dienst: TVöD-Regeln, MinijobAnzeigen statt genehmigen lassen: § 3 Abs. 3 TVöD im Wortlaut, der Stundenspielraum nach dem Arbeitszeitgesetz und was ein Minijob neben der Stelle bedeutet.
- Probezeit TVöD und TV-L: Dauer, Kündigung, BefristungSechs Monate nach § 2 Abs. 4, Kündigung zwei Wochen zum Monatsschluss, keine Verlängerung und die Sonderregeln des § 30 für befristete Verträge.
- Befristung im öffentlichen Dienst: § 30 TVöD und TV-LWen § 30 TVöD erfasst, Mindestlaufzeit ohne Sachgrund, Kündigung erst ab zwölf Monaten Vertragsdauer, Kettenverträge und die Sonderfälle Ausbildung und Entsorgung.
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Gehalt im TV-L (E 13) 2026E 13 TV-L an Landeshochschulen: Teilzeit-Entgelt für 50 und 65 Prozent, Stufe nach einem früheren Hochschulvertrag, § 40 TV-L und die Probezeit bei WissZeitVG-Verträgen.
- Tarifverhandlung öffentlicher Dienst: Wer verhandelt wie?Bund und VKA, TdL, Land Hessen, ver.di und dbb: wer an welchem Tisch sitzt, wie eine Runde von der Kündigung bis zum Änderungstarifvertrag läuft und wie lange die Abschlüsse gelten.
- Kita-Leitung Gehalt im TVöD 2026: S 9 bis S 18Leitung und ständige Vertretung von S 9 bis S 18 nach Durchschnittsbelegung — mit Zählregel der Plätze, Gehalt je Stufe, Garantiebetrag und der SuE-Zulagen-Grenze bei 40 Plätzen.
- Stundenlohn berechnen: So geht's im öffentlichen DienstWie sich aus dem Monatsentgelt ein Stundenlohn ableiten lässt — und warum er in Teilzeit genauso hoch ist wie in Vollzeit.
- Weihnachtsgeld TVöD 2026: Höhe im öffentlichen DienstDie Jahressonderzahlung nach § 20 TVöD: Bemessungssätze bei Bund und VKA, Zwölftelung und Auszahlung im November.
- Zusatzversorgung VBL und ZVK im öffentlichen Dienst erklärtDie betriebliche Altersvorsorge des öffentlichen Dienstes: was die Umlage kostet, wer zuständig ist und warum der eigene Anteil je Kasse abweicht.
- Krankenversicherung im öffentlichen Dienst: GKV oder PKV?Tarifbeschäftigte sind gesetzlich pflichtversichert und erhalten keine Beihilfe — was der Arbeitgeber trägt und wann die PKV zur Wahl steht.
- Zulagen im TVöD: Pflegezulage, Schichtzulage und mehrPflegezulage, Wechselschicht- und Schichtzulage, Fachkräfte- und Kinderzulage: welche Zulagen der TVöD zusätzlich zum Tabellenentgelt zahlt und wo sie geregelt sind.
- Leistungsentgelt (LOB) im TVöD: § 18 für VKA und BundDas Leistungsentgelt nach § 18 TVöD ist bei der VKA Pflicht, beim Bund eine Kann-Regel und im TV-L gestrichen — und was ohne Dienstvereinbarung ausgezahlt wird.
- SuE-Zulage 2026: 130 oder 180 Euro — wer sie bekommtWelche S-Gruppen die monatliche SuE-Zulage erhalten, welche den höheren Betrag und welche keinen — dazu die Umwandlung in freie Tage.
- Arbeitszeit im TVöD und TV-L: Regeln und Wochenstunden39 Stunden nach § 6 TVöD, seit 2026 einvernehmlich bis zu 42 Stunden mit Zuschlag — dazu Ausgleichszeitraum, Gleitzeit, Arbeitszeitkonto und die Regeln im TV-L.
- Rufbereitschaft im TVöD: Vergütung und RegelnDie Tagespauschale nach § 8 Abs. 3 TVöD: das Zweifache des Stundenentgelts bei Beginn von Montag bis Freitag, das Vierfache an Samstagen, Sonn- und Feiertagen, Einsätze zusätzlich als Überstunden.
- Altersteilzeit im öffentlichen Dienst: Stand 2026Einen Tarifvertrag für neue Altersteilzeit gibt es 2026 nicht: Der TV FlexAZ gilt nur für Beginne vor 2023 — neu ist sie nur freiwillig nach dem Altersteilzeitgesetz.
- Beamte oder Tarifbeschäftigte: Unterschiede im ÜberblickErnennung oder Arbeitsvertrag: wie sich Beamte und Tarifbeschäftigte bei Status, Sozialversicherung und Altersversorgung unterscheiden und was bei der Verbeamtung passiert.
Womit anfangen? Eine Leseordnung
Wer neu im öffentlichen Dienst ist, beginnt bei der Entgeltgruppe und arbeitet sich von dort zum Netto vor. Welche Gruppe für eine Tätigkeit gilt, entscheidet sich nach Tätigkeitsmerkmalen und nicht nach Berufsbezeichnung oder Abschluss — das erklärt der Ratgeber zur Eingruppierung im TVöD. Steht die Gruppe fest, bestimmt die Stufenlaufzeit nach § 16 TVöD den Einstieg und den weiteren Verlauf innerhalb dieser Gruppe.
Der zweite Schritt führt vom Tarif zur Auszahlung. Welche Abzüge zwischen Brutto und Netto liegen und warum die Sozialversicherungsbeiträge auf einer leicht erhöhten Basis berechnet werden, zeigt der Ratgeber zu Brutto und Netto im öffentlichen Dienst. Einer dieser Abzüge verdient eine eigene Erklärung, weil er später zurückkommt: die Zusatzversorgung über VBL und ZVK. Der größte Einzelabzug ist ein anderer — welche Krankenversicherung im öffentlichen Dienst gilt und warum Tarifbeschäftigte keine Beihilfe erhalten, klärt der eigene Ratgeber.
Der dritte Schritt betrifft alles, was neben dem Monatsentgelt gezahlt wird oder es verändert. Einmal im Jahr kommt die Jahressonderzahlung im November hinzu. Wer seine Vergütung mit einem Angebot aus der Wirtschaft vergleichen will, braucht eine gemeinsame Einheit — dafür lässt sich der Stundenlohn aus dem Tabellenentgelt ableiten.
Zwei Fragen tauchen später im Berufsleben auf. Wer neue Aufgaben übernimmt, landet bei der Höhergruppierung nach § 17 TVöD — dem Wechsel in eine höhere Entgeltgruppe, der vom zeitgesteuerten Stufenaufstieg sauber zu trennen ist. Und wer zwischen Kommune, Bund und Land wechselt, prüft zuerst, welches Tarifwerk überhaupt greift: TVöD oder TV-L.
Weiterführend: Tabellen und Rechner
Neben den Ratgebern bietet Entgeltgruppen.com die passenden Werkzeuge: die TVöD-Tabelle 2026 mit allen Beträgen je Entgeltgruppe und Stufe, die Übersicht aller Entgeltgruppen sowie den TVöD-Rechner für das persönliche Brutto-Netto-Ergebnis.
Für einzelne Fragen gibt es eigene Rechner, die dieselbe Engine nutzen wie die Ratgeber-Beispiele: den Stufenfahrplan für das Datum des nächsten Stufenaufstiegs, den Rechner für die Jahressonderzahlung, den Teilzeit-Rechner für anteilige Wochenstunden sowie die Rechner zur Kündigungsfrist nach § 34 TVöD und zum Krankengeldzuschuss nach § 22 TVöD.
Beschäftigte der Bundesländer rechnen mit dem TV-L-Rechner; für den Sozial- und Erziehungsdienst sowie die Pflege gelten eigene Tabellen mit S- und P-Gruppen, die auf den Seiten zum Sozial- und Erziehungsdienst und zur Pflege im TVöD stehen.
Woher die Zahlen in diesen Ratgebern stammen
Jeder Euro-Betrag in den Ratgebern wird beim Erstellen der Seite aus derselben Tarif-Engine berechnet, die auch die Rechner antreibt. Kein Beispielwert ist von Hand in den Text geschrieben. Ändert eine Tarifrunde die Tabelle, ändern sich Rechner und Ratgeber gemeinsam — Abweichungen zwischen beiden sind damit ausgeschlossen.
Jeder Ratgeber weist am Ende offen aus, welche Rechenschritte hinter den Beispielen stehen, aus welchem Paragraphen eine Regel stammt und auf welchen Stand sich die Angaben beziehen. Wo eine Zahl nicht belegt werden kann, steht sie nicht auf der Seite. Die Ratgeber ersetzen keine verbindliche Auskunft der Personalstelle; sie sollen das Gespräch mit ihr vorbereiten.
Häufige Fragen zum Gehalt im öffentlichen Dienst
Häufige Fragen zum Gehalt im öffentlichen Dienst
Wovon hängt das Gehalt im öffentlichen Dienst ab?
Vom Tarifvertrag, nicht von einer Verhandlung. Das monatliche Tabellenentgelt ergibt sich aus zwei Angaben: der Entgeltgruppe, die aus der übertragenen Tätigkeit folgt und im TVöD von E 1 bis E 15 reicht, und der Stufe, die aus der Zeit in dieser Gruppe folgt. Wo sich beide treffen, steht der Monatsbetrag in der Entgelttabelle (§ 15 TVöD). Drei weitere Faktoren verändern das Ergebnis: der Arbeitgeberbereich — für Bund und Kommunen gilt der TVöD, für die Bundesländer der TV-L mit eigenen Tabellen —, der Beschäftigungsumfang, denn Teilzeit senkt das Entgelt anteilig zur Vollzeit von 39 Std./Woche, und die persönlichen Steuermerkmale, die aus dem Brutto ein Netto machen.
Womit fange ich an, wenn ich neu im öffentlichen Dienst bin?
Mit der Entgeltgruppe, dann der Stufe, dann dem Netto. Welche Gruppe für eine Tätigkeit gilt, entscheidet sich nach den Tätigkeitsmerkmalen der übertragenen Aufgaben und nicht nach Berufsbezeichnung oder Abschluss — das ist die Eingruppierung. Steht die Gruppe fest, bestimmt die Stufenlaufzeit nach § 16 TVöD den Einstieg und den weiteren Verlauf: Jede Entgeltgruppe hat sechs Stufen, der Aufstieg erfolgt automatisch nach 1, 2, 3, 4 und 5 Jahren, bis zur Endstufe vergehen also 15 Jahre. Erst danach lohnt der Blick auf die Abzüge, die zwischen Brutto und Netto liegen.
Welche Zahlungen kommen im TVöD zum monatlichen Entgelt hinzu?
Über das Tabellenentgelt hinaus kennt der TVöD eigene Ansprüche mit eigenen Regeln. Einmal im Jahr wird die Jahressonderzahlung nach § 20 TVöD im November ausgezahlt; ihr Bemessungssatz ist nach Entgeltgruppen gestaffelt und unterscheidet sich zwischen Bund und VKA. Daneben baut der öffentliche Dienst über die VBL oder eine kommunale Zusatzversorgungskasse eine betriebliche Altersvorsorge auf — sie erscheint auf der Abrechnung zunächst als Abzug und kommt später als Zusatzrente zurück. Keine Zusatzzahlung ist dagegen die Höhergruppierung nach § 17 TVöD: Sie ist der Wechsel in eine höhere Entgeltgruppe und damit eine dauerhafte Änderung des Tabellenentgelts.
Auf welchen Stand beziehen sich die Zahlen in diesen Ratgebern?
Alle Beträge beziehen sich auf die seit dem 01.05.2026 gültige Entgelttabelle. Jeder Euro-Betrag wird beim Erstellen der Seite aus derselben Tarif-Engine berechnet, die auch die Rechner antreibt; kein Beispielwert ist von Hand in den Text geschrieben. Ändert eine Tarifrunde die Tabelle, ändern sich Rechner und Ratgeber gemeinsam — Abweichungen zwischen beiden sind damit ausgeschlossen. Jeder Ratgeber weist zusätzlich aus, aus welchem Paragraphen eine Regel stammt und auf welchen Stand sich die Angaben beziehen.