Ergotherapeut Gehalt TVöD 2026: E 7 bis E 9b, auch Logopäde
Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten mit staatlicher Anerkennung erhalten bei Kommunen und beim Bund die Entgeltgruppe E 7 des TVöD, 3.294,98 € bis 4.045,24 € brutto im Monat. Die höchste Gruppe ihrer Ziffer, E 9b, hängt an einer einzigen Voraussetzung: mindestens die Hälfte der Arbeit mit Menschen mit Demenz. Logopädinnen und Logopäden haben bei den Kommunen dieselbe E 7, stehen beim Bund und im TV-L aber eine Gruppe tiefer, in E 6.
Vom Beschäftigungstherapeuten zur E 9b: was die Ziffer 6 verlangt
Den Beruf gibt es unter seinem heutigen Namen erst seit 1999. Das Gesetz stammt vom 25.05.1976; seine Überschrift „Gesetz über den Beruf der Ergotherapeutin und des Ergotherapeuten“ gilt seit dem 01.01.1999. Die Entgeltordnungen des Bundes und der Länder tragen dem bis heute Rechnung: Beim Bund umfasst die Bezeichnung „Ergotherapeutinnen und -therapeuten“ ausdrücklich auch „Beschäftigungstherapeutinnen und -therapeuten“. Wer unter der alten Bezeichnung ausgebildet wurde, fällt dort also unter dasselbe Merkmal.
Bei den Kommunen hat die Ergotherapie eine eigene Ziffer im Teil B Abschnitt XI „Beschäftigte in Gesundheitsberufen“. Sie lautet vollständig:
Entgeltgruppe 5: Beschäftigte in der Tätigkeit von Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten.Entgeltgruppe 7: Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten mit staatlicher Anerkennung und entsprechender Tätigkeit.Entgeltgruppe 8: Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die mindestens zu einem Viertel schwierige Aufgaben erfüllen. (Hierzu Protokollerklärung)Entgeltgruppe 9a: Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die schwierige Aufgaben erfüllen. (Hierzu Protokollerklärung)Entgeltgruppe 9b: Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die mindestens zur Hälfte folgende Aufgabe erfüllen: Ergotherapie bei Patientinnen oder Patienten mit Demenz.
Die „staatliche Anerkennung“ ist die Erlaubnis nach § 1 Abs. 1 des Ergotherapeutengesetzes: „Wer eine Tätigkeit unter der Berufsbezeichnung ‚Ergotherapeutin‘ oder ‚Ergotherapeut‘ ausüben will, bedarf der Erlaubnis.“ Fehlt die Erlaubnis (noch), gilt die E 5 „in der Tätigkeit von“. Die Entgeltordnung regelt diesen Fall selbst, deshalb greift die allgemeine Herabstufung um eine Gruppe nach Vorbemerkung Nr. 2 nicht.
Auffällig ist die E 9b. Sie hat genau eine Fallgruppe: Ergotherapie bei Demenz, mindestens zur Hälfte der Tätigkeit. Die Physiotherapie hat an derselben Stelle zusätzlich die Intensivstation nach einem Polytrauma; wer beide Berufe vergleicht, findet die Einzelheiten im Ratgeber Physiotherapeut Gehalt im TVöD. Für E 8 und E 9a zählt, was die Protokollerklärung als schwierig einstuft:
Schwierige Aufgaben sind z.B. Ergotherapie bei Querschnittslähmungen, in Kinderlähmungsfällen, bei Schlaganfällen, mit spastisch Gelähmten, in Fällen von Dysmelien, in der Psychiatrie oder Geriatrie oder bei Kleinkindern bis sechs Jahren.
Anders als in der Physiotherapie stehen hier die Schlaganfälle in der Liste, dafür fehlen Herzoperationen, Endoprothesen und Verbrennungen. Ergotherapie nach einem Schlaganfall, in der Psychiatrie oder mit Kindern bis sechs Jahren gehört damit zu den ausdrücklich genannten Beispielen. Die E 8 verlangt davon „mindestens zu einem Viertel“, die E 9a nennt keinen Anteil. Wie Arbeitsvorgänge gebildet und gewichtet werden, erklärt der Ratgeber zu den Tätigkeitsmerkmalen der Entgeltordnung.
Stufe für Stufe: E 5 bis E 9b in Euro
Die Tabelle liest sich von oben nach unten als Berufsweg. Jede Zeile ist eine Stufe, daneben steht, wann sie nach § 16 (VKA) erreicht wird. Beträge brutto im Monat bei Vollzeit, kommunale Tabelle gültig ab 01.05.2026:
| Stufe, erreicht | E 5 | E 7 | E 8 | E 9a | E 9b |
|---|---|---|---|---|---|
| Stufe 1 bei Einstellung ohne einschlägige Berufserfahrung | 3.124,08 € | 3.294,98 € | 3.486,40 € | 3.658,61 € | 3.779,84 € |
| Stufe 2 nach 1 Jahr in Stufe 1; bei Einstellung mit mindestens 1 Jahr Erfahrung | 3.318,04 € | 3.537,94 € | 3.697,29 € | 3.877,94 € | 4.039,01 € |
| Stufe 3 nach 2 Jahren in Stufe 2; in der Regel bei Einstellung mit mindestens 3 Jahren | 3.449,05 € | 3.682,69 € | 3.843,36 € | 4.097,67 € | 4.203,56 € |
| Stufe 4 nach 3 Jahren in Stufe 3 | 3.587,78 € | 3.828,76 € | 3.992,40 € | 4.586,77 € | 4.690,55 € |
| Stufe 5 nach 4 Jahren in Stufe 4 | 3.716,70 € | 3.969,05 € | 4.153,50 € | 4.697,43 € | 4.979,11 € |
| Stufe 6 nach 5 Jahren in Stufe 5 | 3.783,33 € | 4.045,24 € | 4.230,97 € | 4.979,97 € | 5.313,37 € |
Bis zur Endstufe vergehen ohne Anrechnung 15 Jahre. Die Leiter springt von E 5 direkt auf E 7; eine E 6 kommt in der Ziffer 6 nicht vor. Beträge und Nettowerte für jede Stufe rechnen die Seiten zur Entgeltgruppe 7 und zur Entgeltgruppe 8; wie Vorerfahrung aus einer Praxis bei der Einstellung zählt, klärt der Ratgeber zur Stufenzuordnung.
Rechenbeispiel: vom Grundmerkmal in die Demenz-E-9b
Eine Ergotherapeutin arbeitet seit zwei Jahren in einem kommunalen Krankenhaus in E 7 und hat Stufe 2 erreicht: 3.537,94 €. Sie wechselt auf eine Station, auf der Ergotherapie bei Patientinnen und Patienten mit Demenz mindestens die Hälfte ihrer Arbeit ausmacht. Damit erfüllt sie das Merkmal der E 9b.
In Stufe 2 zahlt die E 9b 4.039,01 €, also 501,07 € mehr im Monat. In der Endstufe wächst der Abstand auf 1.268,13 €, weil die Stufen der E 9b ab Stufe 4 deutlich steiler steigen. In welcher Stufe der neuen Gruppe sie tatsächlich ankommt, regeln die Vorschriften zur Höhergruppierung; der Vergleich hier setzt die gleiche Stufe voraus.
Eine Nebenfolge betrifft das Krankenhaus: Dort sinkt mit dem Wechsel der Satz der Jahressonderzahlung nach § 54 Abs. 3 BT-K von 90 % (Entgeltgruppen 1 bis 8) auf 85 % (ab E 9a). Er bezieht sich dann auf das höhere Entgelt. Die nicht dynamische Zulage von 25,00 € bleibt, denn sie gilt für E 5 bis E 15.
Ergotherapie beim Bund und an Unikliniken
Die Entgeltordnung des Bundes (Abschnitt 21.4) hat dieselbe Gruppenfolge E 5, E 7, E 8, E 9a und E 9b. Zwei Abweichungen: Die E 9b hat eine zusätzliche Fallgruppe für Ergotherapeuten, denen mindestens zwei Beschäftigte ständig unterstellt sind, neben der Demenz-Fallgruppe. Und die Beispielliste für schwierige Aufgaben ist kürzer. Sie lautet dort „Beschäftigungstherapie bei Querschnittslähmungen, in Kinderlähmungsfällen, mit spastisch Gelähmten, in Fällen von Dysmelien, in der Psychiatrie oder Geriatrie“, ohne Schlaganfall und ohne Kleinkinder. Die E 7 des Bundes zahlt 3.294,98 € (Stufe 1) bis 4.045,24 € (Stufe 6), genauso viel wie die kommunale.
Die Länder, und damit die Universitätskliniken, ordnen nach Anlage A zum TV-L Abschnitt 10.5 ein, und der beginnt tiefer:
E 4: „Beschäftigte in der Tätigkeit von Ergotherapeuten.“E 6: „Ergotherapeuten mit entsprechender Tätigkeit.“E 8: „… die in nicht unerheblichem Umfange schwierige Aufgaben erfüllen“E 9a: „… die schwierige Aufgaben erfüllen“E 9b: „… denen mindestens zwei Ergotherapeuten oder Beschäftigte in der Tätigkeit von Ergotherapeuten durch ausdrückliche Anordnung ständig unterstellt sind“
Das Grundmerkmal liegt hier in E 6: 3.186,57 € (Stufe 1) bis 3.863,96 € (Stufe 6) im Zeitraum 01.04.2026 bis 31.12.2026. „Nicht unerheblich“ ist der Umfang laut Protokollerklärung Nr. 2, „wenn er etwa ein Viertel der gesamten Tätigkeit ausmacht“. Eine Demenz-E-9b gibt es im TV-L nicht. Dafür erhalten Ergotherapeuten an Universitätskliniken, im Maßregelvollzug und im Justizvollzug eine monatliche Zulage nach Anlage F Abschnitt IIa; vom 01.04.2026 bis 28.02.2027 beträgt sie 81,77 €. Beschäftigte „in der Tätigkeit von“ Ergotherapeuten stehen im TV-L in E 4 mit 2.949,24 € (Stufe 1) bis 3.579,47 € (Stufe 6), bei Kommunen und Bund in E 5. Den TV-L insgesamt erklärt die Übersicht TV-L 2026.
Logopäde Gehalt: gleiche Gruppe bei Kommunen, eine tiefer bei Bund und Ländern
Logopädinnen und Logopäden haben in der kommunalen Entgeltordnung eine eigene Ziffer 8. E 7, E 8 und E 9a sind gleich gebaut wie in der Ergotherapie, doch zwei Stellen weichen ab. Schon die E 5 lautet anders: „Beschäftigte in der Tätigkeit von Logopädinnen und Logopäden mit staatlicher Anerkennung.“ In den Ziffern 6 und 16 fehlt dieser Zusatz. Und die E 9b hat zwei eigene Fallgruppen:
1. Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die als Hilfskräfte bei wissenschaftlichen Forschungsaufgaben mit einem besonders hohen Maß von Verantwortlichkeit tätig sind. (Hierzu Protokollerklärung Nr. 2)2. Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die mindestens zur Hälfte eine oder mehrere der folgenden Aufgaben erfüllen: – Behandlung von Dysphagien (Schluckstörungen) oder Sprach- und Sprechstörungen im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen oder Demenzen oder im geriatrischen Bereich, – Behandlung von Dysphagien und Fütterstörungen von Säuglingen, – Durchführung des Trachealkanülenmanagements.
Auch der Katalog der schwierigen Aufgaben ist ein eigener. Die Protokollerklärung Nr. 1 nennt unter anderem „die Erhebung der logopädisch relevanten Anamnese sowie die Auswahl und Durchführung geeigneter Untersuchungsverfahren bei Kindern“, „die Behandlung von Kehlkopflosen, von Patientinnen und Patienten nach Schlaganfällen oder anderen Hirnverletzungen“ und die „Durchführung von Therapien bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen“. Die Protokollerklärung Nr. 2 stellt klar, dass eine Forschungs-Hilfskraft auch dann in der Fallgruppe 1 bleibt, wenn sie dabei Aufgaben aus diesem Katalog erfüllt.
| Tarifwerk | Grundmerkmal | „In der Tätigkeit von“ | E 9b |
|---|---|---|---|
| TVöD Kommunen (Ziffer 8) | E 7: 3.294,98 € bis 4.045,24 € | E 5 | Forschungs-Hilfskraft; Dysphagie, Säuglinge, Trachealkanüle |
| TVöD Bund (21.6) | E 6: 3.240,30 € bis 3.926,20 € | E 4 | nur Forschungs-Hilfskraft |
| TV-L Länder (10.6) | E 6: 3.186,57 € bis 3.863,96 €, an Unikliniken zzgl. 81,77 € | E 4 | nur Forschungs-Hilfskraft |
Der Bund schreibt: „Logopädinnen und Logopäden mit entsprechender Tätigkeit“, und setzt das in E 6, nicht in E 7 wie bei der Ergotherapie. Die Leiter geht dort weiter über E 8 und E 9a; eine Dysphagie-E-9b fehlt. Beträge gelten beim TVöD ab 01.05.2026, im TV-L im Zeitraum 01.04.2026 bis 31.12.2026. Berufsrechtlich regelt das Gesetz über den Beruf des Logopäden vom 07.05.1980 den Zugang: Die Berufsbezeichnung setzt eine Erlaubnis voraus (§ 1 Abs. 1), erteilt wird sie, wenn jemand „nach einer dreijährigen Ausbildung die staatliche Prüfung für Logopäden bestanden hat“ (§ 2 Abs. 1 Nr. 1), und ausgebildet wird „an staatlich anerkannten Schulen für Logopäden“ (§ 4 Abs. 1).
Der Weg in den Beruf: ErgThG und Ausbildungsverordnung
Ausgebildet wird „an staatlich anerkannten Schulen für Ergotherapeuten“ (§ 4 Abs. 1 ErgThG). Den Umfang legt die Ergotherapeuten-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung fest: Die dreijährige Ausbildung umfasst mindestens 2 700 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht und 1 700 Stunden praktische Ausbildung (§ 1 Abs. 1 Satz 1). Die praktische Ausbildung verteilt sich auf drei Bereiche, den psychosozialen (psychiatrischen und psychosomatischen), den motorisch-funktionellen, neurophysiologischen und neuropsychologischen sowie den arbeitstherapeutischen, mit je 400 Stunden und 500 Stunden zur Verteilung.
Wer umsteigt, verkürzt die Ausbildung. § 4 Abs. 4 Satz 2 ErgThG bestimmt, dass eine abgeschlossene Ausbildung als Physiotherapeut oder Krankengymnast oder als Erzieher „mit mindestens einem Jahr anzurechnen“ ist. Ein Studium lässt § 8b ErgThG zu, wenn ein Land die Ausbildung an Hochschulen durchführen lässt. Die Eingruppierung berührt das nicht: Für die Tätigkeit als Ergotherapeut oder Logopäde sieht die Entgeltordnung (VKA) keine eigene Fallgruppe für einen Bachelor vor; maßgeblich sind die Aufgaben (E 8, E 9a, E 9b).
Während der Ausbildung gilt bei Arbeitgebern im Geltungsbereich des TVöD der TVAöD; Ergotherapie und Logopädie stehen in dessen Liste der betrieblich-schulischen Gesundheitsberufe. Das Entgelt nach § 8 Abs. 2 TVAöD – BT Pflege steigt ab 01.05.2026 von 1.365,24 € im ersten auf 1.522,03 € im dritten Ausbildungsjahr.
Krankenhaus, Leitung und Praxis: was sonst zählt
Im kommunalen Krankenhaus gilt zusätzlich der Besondere Teil Krankenhäuser. Dessen Pflege-Tabelle ist nach § 52 Abs. 1 BT-K den Ziffern 1 und 2 vorbehalten, also der Pflege. Ergotherapeuten und Logopäden werden nach der allgemeinen E-Tabelle bezahlt und erhalten deshalb keine Pflegezulage, wohl aber die 25,00 € nach § 52 Abs. 5 BT-K.
Leitungsfunktionen stehen bei den Kommunen nicht in den Ziffern 6 und 8, sondern in der Ziffer 20 für leitende Beschäftigte, die ausdrücklich auch für Ergotherapie und Logopädie gilt. Sie staffelt nach der Größe der Einheit: E 9b für die Leitung einer kleineren organisatorischen Einheit, E 10 für die Leitung einer größeren organisatorischen Einheit und E 11 für die Leitung einer besonders großen organisatorischen Einheit. Eine kleinere Einheit hat in der Regel nicht mehr als neun Unterstellte.
Außerhalb des öffentlichen Dienstes hilft keine dieser Tabellen. In einer ergotherapeutischen oder logopädischen Praxis, bei kirchlichen Trägern mit eigenen Arbeitsvertragsrichtlinien oder in privaten Kliniken gilt der TVöD nicht von selbst; maßgeblich ist der Arbeitsvertrag oder ein anderes Tarifwerk. Beträge für diese Arbeitgeber und ein Durchschnittsgehalt nennen wir nicht, weil uns dafür keine ausgewertete amtliche Statistik vorliegt. Wie sich Gehälter im öffentlichen Dienst insgesamt zusammensetzen, zeigt der Ratgeber Gehalt im öffentlichen Dienst; weitere Berufe ordnet die Übersicht Eingruppierung nach Berufen ein.
Wie dieser Ratgeber entsteht
- Merkmale im Wortlaut aus der Lesefassung der VKA zum TVöD-AT mit Anlage 1 – Entgeltordnung (VKA), Stand 01.01.2026: Teil B Abschnitt XI Ziffer 6 (Ergotherapie), Ziffer 8 (Logopädie) und Ziffer 20 (Leitung). Für Bund und Länder: TV EntgO Bund Abschnitt 21.4 und 21.6, Anlage A zum TV-L Teil II Abschnitt 10.5 und 10.6.
- Berufsrecht aus den amtlichen Fassungen bei gesetze-im-internet.de: ErgThG, ErgThAPrV und LogopG, abgerufen am 23.09.2026.
- Beträge zur Build-Zeit aus der Engine:
brutto.tsfür VKA und Bund (gültig ab 01.05.2026),tvl.tsfür die Länder (gültig 01.04.2026 bis 31.12.2026),therapieberufe.tsfür die Zulage nach Anlage F Abschnitt IIa TV-L. Unterschiedsbeträge im Rechenbeispiel sind daraus abgeleitet. Ein Durchschnittsgehalt nennt diese Seite nicht.
Häufige Fragen zu Ergotherapie und Logopädie im TVöD
Häufige Fragen zu Ergotherapie und Logopädie im TVöD
Welche Entgeltgruppe haben Ergotherapeuten im TVöD?
Mit staatlicher Anerkennung und entsprechender Tätigkeit die E 7, bei Kommunen und beim Bund gleichermaßen. Das sind 3.294,98 € (Stufe 1) bis 4.045,24 € (Stufe 6) brutto im Monat nach der kommunalen Tabelle ab 01.05.2026. Wer ergotherapeutisch arbeitet, aber (noch) keine Anerkennung hat, steht in E 5.
Wann kommen Ergotherapeuten in die E 9b?
Bei den Kommunen, wenn mindestens die Hälfte der Tätigkeit Ergotherapie bei Patientinnen oder Patienten mit Demenz ist. Eine andere Fallgruppe kennt die Ziffer 6 für die E 9b nicht. Beim Bund kommt die Leitung mit mindestens zwei ständig Unterstellten hinzu; der TV-L kennt nur diese Unterstellungs-Variante und keine Demenz-E-9b.
Was verdient ein Logopäde im öffentlichen Dienst?
Das hängt am Tarifwerk. Bei Kommunen gilt für Logopäden mit staatlicher Anerkennung die E 7, also 3.294,98 € (Stufe 1) bis 4.045,24 € (Stufe 6). Beim Bund steht dieselbe Tätigkeit in E 6 mit 3.240,30 € (Stufe 1) bis 3.926,20 € (Stufe 6), im TV-L ebenfalls in E 6 mit 3.186,57 € (Stufe 1) bis 3.863,96 € (Stufe 6); an Unikliniken kommt die Zulage von 81,77 € hinzu.
Stimmt es, dass Ergotherapeuten in E 6 eingruppiert sind?
Nur im TV-L der Länder, also etwa an einer Uniklinik. Im TVöD der Kommunen und des Bundes ist das Grundmerkmal E 7. Beträge von 3.124,08 € bis 3.783,33 €, die mitunter als „E 6“ für Ergotherapeuten genannt werden, sind Stufe 1 und Stufe 6 der kommunalen E 5.
Wird eine Ausbildung als Physiotherapeut oder Erzieher auf die Ergotherapie angerechnet?
Ja. Nach § 4 Abs. 4 Satz 2 ErgThG ist eine nach bundesgesetzlichen Vorschriften abgeschlossene Ausbildung als Krankengymnast oder Physiotherapeut oder eine nach landesrechtlichen Vorschriften abgeschlossene Ausbildung als Erzieher „mit mindestens einem Jahr anzurechnen“.
Gibt es für Ergotherapeuten im Krankenhaus eine Pflegezulage?
Nein. Die Pflegezulage hängt an den P-Gruppen, Ergotherapeuten stehen in der E-Tabelle. Im kommunalen Krankenhaus erhalten sie aber wie alle Beschäftigten in E 5 bis E 15 die nicht dynamische Zulage von 25,00 € im Monat nach § 52 Abs. 5 TVöD-BT-K.
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- Geprüft am
- Datengrundlage
- TVöD-Tabelle 2026 (VKA und Bund) und TV-L-Tabelle 2026
Quellen aller Zahlen dieser Seite
- 1VKA — Vereinigung der kommunalen ArbeitgeberverbändeHerausgeber der TVöD-Entgelttabellen für den kommunalen Bereich (VKA) und der offiziellen Lesefassung
- 2BMI — Bundesministerium des Innern und für HeimatHerausgeber des TVöD Bund (Entgelttabellen, Tarifvertrag, Änderungstarifverträge)
Redaktion Entgeltgruppen.com
Redaktion
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