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Physiotherapeut Gehalt TVöD 2026: E 7 bis E 9b und TV-L E 6

Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten mit staatlicher Anerkennung sind bei Kommunen in der Entgeltgruppe E 7 des TVöD eingruppiert: 3.294,98 € bis 4.045,24 € brutto im Monat, gültig ab 01.05.2026. Beim Bund gilt ebenfalls E 7. An Unikliniken der Länder zahlt der TV-L eine Gruppe tiefer, E 6, und legt eine Zulage von 81,77 € darauf. Innerhalb der Physiotherapie-Merkmale heben nicht Dienstjahre oder ein Studium über E 7 hinaus, sondern die Patientinnen und Patienten: mindestens ein Viertel schwierige Aufgaben ergibt E 8, eine Tätigkeit mit schwierigen Aufgaben E 9a, die Hälfte der Arbeit bei Demenz oder auf der Intensivstation nach einem Polytrauma E 9b.

Kommune, Bund oder Uniklinik: drei Tarifwerke, drei Einstiege

Ob der TVöD gilt und in welcher Fassung, hängt am Träger der Einrichtung. Städte, Landkreise und ihre Kliniken wenden den TVöD der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) an, Bundeseinrichtungen den TVöD Bund mit eigener Entgeltordnung, Universitätskliniken den TV-L der Länder. Die drei Werke ordnen denselben Beruf nicht gleich ein.

Eingruppierung von Physiotherapeuten nach TVöD-VKA, TVöD-Bund und TV-L mit der Spanne der Tabellenentgelte von Stufe 1 bis Stufe 6.
VoraussetzungKommune (TVöD-VKA)Bund (TVöD)Land, Uniklinik (TV-L)
Tätigkeit ohne AnerkennungE 5
3.124,08 € bis 3.783,33 €
E 5
3.124,08 € bis 3.783,33 €
E 4
2.949,24 € bis 3.579,47 €
GrundmerkmalE 7
3.294,98 € bis 4.045,24 €
E 7
3.294,98 € bis 4.045,24 €
E 6
3.186,57 € bis 3.863,96 €
Rund ein Viertel schwierige AufgabenE 8
3.486,40 € bis 4.230,97 €
E 8
3.486,40 € bis 4.230,97 €
E 8
3.419,52 € bis 4.158,27 €
Schwierige AufgabenE 9a
3.658,61 € bis 4.979,97 €
E 9a
3.691,52 € bis 4.746,88 €
E 9a
3.620,10 € bis 4.615,76 €
E 9bE 9b
3.779,84 € bis 5.313,37 €; mindestens zur Hälfte Demenz oder Intensiv nach Polytrauma
E 9b
3.833,50 € bis 5.297,75 €; Demenz/Polytrauma oder mindestens zwei Unterstellte
E 9b
3.620,10 € bis 5.014,87 €; nur mindestens zwei Unterstellte
Leitung mit mindestens 16 Unterstellteneigene Ziffer 20 (E 9b bis E 12, siehe unten)E 10
4.124,53 € bis 5.753,35 €
E 10
4.038,42 € bis 5.644,20 €

Zwei Unterschiede fallen auf. Erstens liegt das Grundmerkmal im TV-L bei E 6 statt E 7, und die Leiter beginnt dort mit E 4. Zweitens kennt der TV-L keine E 9b für Demenz oder Polytrauma; seine E 9b setzt voraus, dass mindestens zwei Physiotherapeuten oder Beschäftigte in deren Tätigkeit ständig unterstellt sind. Die Viertel-Schwelle der E 8 formuliert der TV-L als „in nicht unerheblichem Umfange“ und erläutert in der Protokollerklärung Nr. 3: „Der Umfang der schwierigen Aufgaben bzw. der Tätigkeiten ist nicht mehr unerheblich, wenn er etwa ein Viertel der gesamten Tätigkeit ausmacht.“

Den Gruppenabstand fängt der TV-L zum Teil mit einer Zulage auf. Die Vorbemerkung zu Abschnitt 10.14 lautet: „Physiotherapeuten an Universitätskliniken, im Maßregelvollzug (§ 61 Nrn. 1, 2 und 3 StGB) und im Justizvollzug erhalten eine monatliche Zulage nach Anlage F Abschnitt IIa.“ Vom 01.04.2026 bis 28.02.2027 beträgt sie 81,77 € im Monat. In den Zentren für Psychiatrie Baden-Württemberg gewährt § 50 Nr. 4 TV-L die Zulage ohne diese Einschränkung. Im TVöD gibt es sie nicht.

Der Wortlaut der Ziffer 16: E 5 bis E 9b

Die Physiotherapie hat in der kommunalen Entgeltordnung eine eigene Ziffer im Abschnitt „Beschäftigte in Gesundheitsberufen“. Weil sie ein spezielles Tätigkeitsmerkmal ist, gelten die allgemeinen Merkmale der Verwaltung für diese Tätigkeit weder in derselben noch in einer höheren Gruppe (Vorbemerkung Nr. 1 Satz 1). Maßgeblich ist also allein dieser Text:

Entgeltgruppe 5: Beschäftigte in der Tätigkeit von Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten.Entgeltgruppe 7: Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten mit staatlicher Anerkennung und entsprechender Tätigkeit.Entgeltgruppe 8: Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die mindestens zu einem Viertel schwierige Aufgaben erfüllen. (Hierzu Protokollerklärung)Entgeltgruppe 9a: Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die schwierige Aufgaben erfüllen. (Hierzu Protokollerklärung)Entgeltgruppe 9b: Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die mindestens zur Hälfte eine oder mehrere der folgenden Aufgaben erfüllen: – Physiotherapie bei Patientinnen oder Patienten mit Demenz oder auf einer Intensivstation nach einem Polytrauma.
— Anlage 1 – Entgeltordnung (VKA), Teil B Abschnitt XI Ziffer 16

Die Leiter hat eine Lücke: Eine E 6 gibt es für Physiotherapeuten bei den Kommunen nicht. Auf E 5 folgt unmittelbar E 7. Die E 5 greift, wenn jemand wie ein Physiotherapeut arbeitet, aber keine staatliche Anerkennung hat. Die Vorbemerkung Nr. 2 der Entgeltordnung würde in diesem Fall ohnehin eine Gruppe herabsetzen; sie gilt aber nicht, „wenn die Entgeltordnung für diesen Fall ein Tätigkeitsmerkmal (z.B. ‚in der Tätigkeit von …‘) enthält“. Die Ziffer 16 regelt den Fall selbst.

Die drei Gruppen oberhalb von E 7 unterscheiden sich nur im Anteil. Die E 8 verlangt „mindestens zu einem Viertel“ schwierige Aufgaben. Die E 9a nennt keinen Bruchteil mehr, sondern verlangt, dass die Beschäftigten schwierige Aufgaben erfüllen. Die E 9b verlangt „mindestens zur Hälfte“ zwei bestimmte Patientengruppen, und das Wort oder macht beide gleichwertig: Die Hälfte kann aus Demenzpatienten, aus Polytrauma-Patienten auf der Intensivstation oder aus beiden zusammen bestehen. Eine Intensivstation ohne Polytrauma reicht nach dem Wortlaut nicht.

Was „schwierig“ heißt, beantwortet die Protokollerklärung:

Schwierige Aufgaben sind z.B. Physiotherapie nach Lungen- oder Herzoperationen, nach Herzinfarkten, bei Querschnittslähmungen, in Kinderlähmungsfällen, mit spastisch Gelähmten, in Fällen von Dysmelien, in der Psychiatrie oder Geriatrie, nach Einsatz von Endoprothesen, nach Verbrennungen zweiten oder dritten Grades oder bei Kleinkindern bis sechs Jahren.
— Protokollerklärung zu Teil B Abschnitt XI Ziffer 16 (VKA)

Die Liste ist mit „z.B.“ eingeleitet und damit offen. Die Nachbehandlung nach einem Gelenkersatz, nach einem Herzinfarkt oder die Behandlung von Kindern bis sechs Jahren kann also den Weg zur E 8 öffnen, wenn der Anteil stimmt. Welche Gruppe Physiotherapeuten in einer bestimmten Klinik „meistens“ haben, lässt sich aus dem Tarifvertrag nicht ablesen, und belastbare Zahlen dazu gibt es nicht. Entscheidend ist die eigene Tätigkeitsbeschreibung. Wie sie ausgewertet wird, erklärt der Ratgeber Entgeltordnung und Tätigkeitsmerkmale.

Alle Stufen von E 5 bis E 9b (TVöD-VKA, ab 01.05.2026)

Monatliche Tabellenentgelte brutto der Entgeltgruppen 5, 7, 8, 9a und 9b im TVöD-VKA, Stufen 1 bis 6, gültig ab 01.05.2026.
Gruppe und MerkmalStufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
E 5
in der Tätigkeit von Physiotherapeuten
3.124,08 €3.318,04 €3.449,05 €3.587,78 €3.716,70 €3.783,33 €
E 7
staatliche Anerkennung und entsprechende Tätigkeit
3.294,98 €3.537,94 €3.682,69 €3.828,76 €3.969,05 €4.045,24 €
E 8
mindestens ein Viertel schwierige Aufgaben
3.486,40 €3.697,29 €3.843,36 €3.992,40 €4.153,50 €4.230,97 €
E 9a
schwierige Aufgaben
3.658,61 €3.877,94 €4.097,67 €4.586,77 €4.697,43 €4.979,97 €
E 9b
mindestens zur Hälfte Demenz oder Intensivstation nach Polytrauma
3.779,84 €4.039,01 €4.203,56 €4.690,55 €4.979,11 €5.313,37 €

Anders als die Pflege-Tabelle hat die E-Tabelle eine Stufe 1. Nach § 16 (VKA) Abs. 2 beginnt, wer keine einschlägige Berufserfahrung mitbringt, in Stufe 1. Mit mindestens einem Jahr einschlägiger Erfahrung geht es in Stufe 2, mit mindestens drei Jahren „in der Regel“ in Stufe 3. Danach steigen Sie nach einem, zwei, drei, vier und fünf Jahren in die jeweils nächste Stufe (Abs. 3). Welche Zeiten als einschlägig zählen, erklärt der Ratgeber zur Stufenzuordnung bei der Einstellung; die Einzelseiten zur Entgeltgruppe 7 und zur Entgeltgruppe 8 rechnen Brutto und Netto für jede Stufe.

Ein Hinweis zu Zahlen aus dem Netz: Für die E 7 kursieren Beträge von 3.240,30 € bis 3.926,20 €. Das sind Stufe 1 und Stufe 6 der E 6. Die E 7 beginnt bei 3.294,98 € und endet bei 4.045,24 €.

Rechenbeispiel: dieselbe Physiotherapeutin bei drei Arbeitgebern

Angenommen, eine Physiotherapeutin mit staatlicher Anerkennung und drei Jahren einschlägiger Berufserfahrung wird im Grundmerkmal eingestellt und in Stufe 3 zugeordnet. Vollzeit, Monatsbeträge brutto:

  • Kommunales Krankenhaus (TVöD-VKA mit BT-K): E 7 Stufe 3 mit 3.682,69 €, dazu die nicht dynamische Zulage von 25,00 €, zusammen 3.707,69 €.
  • Einrichtung des Bundes (TVöD Bund): E 7 Stufe 3 mit 3.682,69 €; von E 5 bis E 8 ist die Bundestabelle mit der kommunalen identisch.
  • Universitätsklinikum (TV-L): E 6 Stufe 3 mit 3.547,20 €, dazu die Zulage nach Anlage F Abschnitt IIa von 81,77 €, zusammen 3.628,97 €.

Zwischen dem kommunalen Krankenhaus und der Uniklinik liegen in diesem Beispiel 78,72 € im Monat. In keiner Stufe gleicht die Uniklinik-Zulage den Abstand zwischen der Landes-E 6 und der kommunalen E 7 vollständig aus. Beide Werte stammen aus den aktuellen Tabellen: die kommunale Tabelle ab 01.05.2026, die TV-L-Tabelle vom 01.04.2026 bis 31.12.2026 und die Zulage vom 01.04.2026 bis 28.02.2027. Zeitzuschläge, Jahressonderzahlung und Leistungsentgelt sind nicht eingerechnet. Wie Tabellenstruktur und Stufenlaufzeiten im Einzelnen voneinander abweichen, vergleicht der Ratgeber TVöD oder TV-L; die Stufen der Landes-E 6 zeigt die Seite zur TV-L-Entgeltgruppe 6.

Im kommunalen Krankenhaus: 25-Euro-Zulage ja, Pflegezulage nein

Wer in einem kommunalen Krankenhaus arbeitet, fällt unter den Besonderen Teil Krankenhäuser, den TVöD-K. Er zahlt nach der Pflege-Tabelle (Anlage E) nur an Beschäftigte, die nach Teil B Abschnitt XI Ziffern 1 und 2 in P 5 bis P 16 eingruppiert sind (§ 52 Abs. 1 BT-K). Physiotherapeuten stehen in Ziffer 16 und bekommen die allgemeine E-Tabelle. Daraus folgt: keine Pflegezulage. Die 141,82 € im Monat nach § 52 Abs. 6 BT-K sind an die P-Gruppen gebunden.

Eine andere Zulage erhalten Physiotherapeuten dagegen schon. § 52 Abs. 5 BT-K gewährt Beschäftigten „in eine der Entgeltgruppen 5 bis 15 bzw. P 5 bis P 16“ eine nicht dynamische Zulage von 25,00 € im Monat, bei Mitgliedern des Kommunalen Arbeitgeberverbands Baden-Württemberg 35,00 €. Sie steigt bei Tariferhöhungen nicht mit. Die Jahressonderzahlung richtet sich im Krankenhaus nach § 54 Abs. 3 BT-K: 90 % in E 7 und E 8, 85 % ab E 9a. Wer in die E 9a aufsteigt, bekommt also einen niedrigeren Satz auf ein höheres Entgelt.

Leitende Physiotherapeuten und Lehrkräfte: E 9b bis E 15

Bei den Kommunen steht die Leitung nicht in Ziffer 16, sondern in einer eigenen Ziffer 20 „Leitende Beschäftigte“, die laut ihrer Vorbemerkung Nr. 1 für die Ziffern 4 bis 10, 13, 15, 16 und 19 gilt. Maßstab ist die Größe der Einheit. Die Vorbemerkung Nr. 2 nennt Richtwerte: Einer kleineren Einheit sind „in der Regel nicht mehr als neun Beschäftigte“ unterstellt, einer größeren „in der Regel nicht mehr als 16“, einer besonders großen „in der Regel mehr als 24“. Daraus ergibt sich:

  • E 9b „Leiterinnen und Leiter einer kleineren organisatorischen Einheit“, 3.779,84 € bis 5.313,37 €.
  • E 9c „Ständige Vertreterinnen und Vertreter von Leiterinnen oder Leitern der Entgeltgruppe 10 Fallgruppe 1“, 4.010,72 € bis 5.527,70 €.
  • E 10 Leitung einer größeren Einheit oder ständige Vertretung der E 11, 4.124,53 € bis 5.753,35 €.
  • E 11 „Leiterinnen und Leiter einer besonders großen organisatorischen Einheit“, 4.269,64 € bis 6.326,77 €.
  • E 12 wenn sich die Tätigkeit „durch das Maß der damit verbundenen Verantwortung erheblich aus der Entgeltgruppe 11 heraushebt“, 4.415,70 € bis 6.900,18 €.

Zwischen „nicht mehr als 16“ und „mehr als 24“ lässt der Text eine Lücke, die er nicht auflöst. Bund und Länder regeln die Leitung direkt im Physiotherapie-Abschnitt: E 9b bei mindestens zwei ständig unterstellten Beschäftigten, E 10 für „Leitende Physiotherapeuten“ mit mindestens 16 Unterstellten. Wer als leitend gilt, definiert die Protokollerklärung Nr. 1 zu 21.13 der Bundesordnung: Beschäftigte, „denen unter der Verantwortung einer Ärztin oder eines Arztes für eine physiotherapeutische Abteilung insbesondere die Arbeitseinteilung, die Überwachung des Arbeitsablaufs und der Arbeitsausführung durch ausdrückliche Anordnung übertragen sind.“

Ein zweiter Karriereweg führt an die Schule. Die Ziffer 21 der kommunalen Entgeltordnung gilt für Lehrkräfte an staatlich anerkannten Lehranstalten für medizinische Berufe, etwa an einer staatlich anerkannten Schule für Physiotherapie: E 9c für „Lehrkräfte“, E 10 mit entsprechender Zusatzqualifikation, E 11 mit abgeschlossener Hochschulbildung, E 13 mit wissenschaftlicher Hochschulbildung. Die Schulleitung reicht bis E 15. Wie ein Wechsel in eine dieser Gruppen abläuft, beschreibt der Ratgeber zur Höhergruppierung.

Ein Gesetz, zwei Berufe: Physiotherapeut und Masseur nach dem MPhG

Die „staatliche Anerkennung“ im Merkmal der E 7 verweist auf das Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG) vom 26.05.1994. Nach § 1 Abs. 1 bedarf der Erlaubnis, wer die Berufsbezeichnung „Physiotherapeutin“ oder „Physiotherapeut“ führen will. Das Gesetz spricht von Erlaubnis, der Tarifvertrag von Anerkennung; gemeint ist dieselbe Berufszulassung. Die Ausbildung „dauert drei Jahre“, wird „durch staatlich anerkannte Schulen vermittelt und schließt mit der staatlichen Prüfung ab“ (§ 9). Zugang ist der Realschulabschluss oder eine gleichwertige Ausbildung (§ 10 Nr. 2). Als Einsatzfelder nennt § 8 Prävention, kurative Medizin, Rehabilitation und das Kurwesen.

Dasselbe Gesetz regelt den Beruf der Masseurin und medizinischen Bademeisterin: ein Lehrgang von zwei Jahren und eine praktische Tätigkeit von sechs Monaten (§ 4 Abs. 2 und 3). Tariflich hat dieser Beruf eine eigene, kürzere Leiter in Ziffer 9. Sie endet bei E 6, und E 6 verlangt „mindestens zu einem Viertel schwierige Aufgaben“, etwa „Massage- oder Bäderbehandlung nach Schlaganfällen oder bei Kinderlähmung“:

  • E 3 Beschäftigte in der Tätigkeit von Masseuren und medizinischen Bademeistern: 2.953,13 € bis 3.501,81 €
  • E 5 Masseure und medizinische Bademeister mit entsprechender Tätigkeit: 3.124,08 € bis 3.783,33 €
  • E 6 davon mindestens ein Viertel schwierige Aufgaben: 3.240,30 € bis 3.926,20 €

Wer vom Masseur zum Physiotherapeuten weiterlernt, wechselt damit nicht nur die Gruppe, sondern die Leiter: vom Ende der Masseur-Leiter in E 6 zum Grundmerkmal der Physiotherapie in E 7. Für ein Studium erlaubt § 18a MPhG den Ländern, die Ausbildung abweichend an Hochschulen durchzuführen. Tariflich ändert das nichts: Für die Tätigkeit als Physiotherapeut sieht die Entgeltordnung (VKA) keine eigene Fallgruppe für einen Bachelor vor; maßgeblich sind die Aufgaben (E 8, E 9a, E 9b).

Schon die Ausbildung kann tariflich bezahlt sein. Der TVAöD erfasst in § 1 Abs. 1 Buchst. c Auszubildende in der Physiotherapie, die bei Arbeitgebern im Geltungsbereich des TVöD ausgebildet werden. Nach § 8 Abs. 2 TVAöD – BT Pflege sind das ab 01.05.2026 1.365,24 €, 1.425,30 € und 1.522,03 € im ersten, zweiten und dritten Ausbildungsjahr.

Wo der TVöD nicht gilt

Alle Beträge dieser Seite setzen einen Arbeitgeber voraus, der an den TVöD oder den TV-L gebunden ist. In einer Praxis für Physiotherapie, bei kirchlichen Trägern mit eigenen Arbeitsvertragsrichtlinien oder in privaten Kliniken gilt der TVöD nicht von selbst; dort bestimmt der Arbeitsvertrag oder ein anderes Tarifwerk das Gehalt. Für diese Arbeitgeber nennen wir keine Beträge, und ein bundesweites Durchschnittsgehalt geben wir bewusst nicht an. Ohne ausgewertete amtliche Statistik wäre jede solche Zahl geraten.

Wie sich die Gehälter im öffentlichen Dienst insgesamt zusammensetzen, erklärt der Ratgeber Gehalt im öffentlichen Dienst. Ergotherapeuten und Logopäden haben bei den Kommunen dieselbe Stufenfolge, aber andere Fallgruppen in der E 9b; das zeigt der Ratgeber Ergotherapeut Gehalt im TVöD. Die Übersicht Eingruppierung nach Berufen ordnet weitere Gesundheits- und Sozialberufe ihren Entgeltgruppen zu.

Wie dieser Ratgeber entsteht
  1. Tätigkeitsmerkmale im Wortlaut: Anlage 1 – Entgeltordnung (VKA), Teil B Abschnitt XI Ziffern 9, 16, 20 und 21, in der Lesefassung der VKA zum TVöD-AT (Stand 01.01.2026); TV EntgO Bund Teil III Abschnitt 21.13; Anlage A zum TV-L Teil II Abschnitt 10.14. Silbentrennungen des PDF-Satzes sind zusammengezogen.
  2. Alle Euro-Beträge kommen zur Build-Zeit aus der Engine: VKA und Bund aus lib/engine/tvoed/brutto.ts (gültig ab 01.05.2026), die Länder aus lib/engine/tvoed/tvl.ts (gültig 01.04.2026 bis 31.12.2026), die Uniklinik-Zulage aus lib/engine/tvoed/therapieberufe.ts (TV-L Anlage F Abschnitt IIa). Summen und Abstände im Rechenbeispiel sind daraus abgeleitet.
  3. Diese Seite nennt keine „typische“ Entgeltgruppe und kein Durchschnittsgehalt. Für beides gibt es keine belastbare Statistik, die wir ausgewertet hätten; die Eingruppierung folgt aus den Aufgaben, nicht aus einem Mittelwert.

Häufige Fragen zum Gehalt in der Physiotherapie

Häufige Fragen zum Gehalt in der Physiotherapie

In welcher Entgeltgruppe ist ein Physiotherapeut im TVöD?

Bei Kommunen und beim Bund in der Entgeltgruppe E 7, sobald die staatliche Anerkennung vorliegt und die Tätigkeit ihr entspricht. Die E 7 reicht in der VKA-Tabelle ab 01.05.2026 von 3.294,98 € bis 4.045,24 € brutto im Monat. Ohne Anerkennung gilt E 5. Innerhalb der Ziffer 16 führen die Aufgaben höher: E 8 ab einem Viertel schwieriger Aufgaben, E 9a bei schwierigen Aufgaben, E 9b bei mindestens der Hälfte Physiotherapie bei Demenz oder auf einer Intensivstation nach einem Polytrauma.

Bekommen Physiotherapeuten im Krankenhaus die Pflegezulage?

Nein. Die Pflegezulage von 141,82 € im Monat erhalten nur Beschäftigte der Entgeltgruppen P 5 bis P 16 (§ 52 Abs. 6 TVöD-BT-K). Physiotherapeuten stehen in der allgemeinen E-Tabelle. Im kommunalen Krankenhaus gilt für sie aber die nicht dynamische Zulage von 25,00 € im Monat, weil § 52 Abs. 5 BT-K die Entgeltgruppen 5 bis 15 ausdrücklich einschließt.

Verdienen Physiotherapeuten an einer Uniklinik weniger?

Unikliniken zahlen nach dem TV-L, und dort liegt das Grundmerkmal in E 6, eine Gruppe unter der kommunalen E 7. Dafür gibt es an Universitätskliniken, im Maßregelvollzug und im Justizvollzug eine Zulage nach Anlage F Abschnitt IIa TV-L: 81,77 € im Monat vom 01.04.2026 bis 28.02.2027. In Stufe 3 ergibt das 3.628,97 € gegenüber 3.682,69 € in der kommunalen E 7.

Bringt ein Bachelor in Physiotherapie eine höhere Entgeltgruppe?

Für die Tätigkeit als Physiotherapeut sieht die Entgeltordnung (VKA) keine eigene Fallgruppe für einen Bachelor vor; maßgeblich sind die Aufgaben (E 8, E 9a, E 9b). Das Studium selbst erlaubt § 18a MPhG, wenn ein Land die Ausbildung an Hochschulen durchführen lässt; an der Eingruppierung ändert der Abschluss nach dem Wortlaut der Ziffer 16 nichts.

Was zählt in der Physiotherapie als „schwierige Aufgabe“?

Die Protokollerklärung zur Ziffer 16 nennt Beispiele: Physiotherapie nach Lungen- oder Herzoperationen, nach Herzinfarkten, bei Querschnittslähmungen, in Kinderlähmungsfällen, mit spastisch Gelähmten, bei Dysmelien, in der Psychiatrie oder Geriatrie, nach Endoprothesen, nach Verbrennungen zweiten oder dritten Grades und bei Kleinkindern bis sechs Jahren. Die Liste ist mit „z.B.“ eingeleitet und damit nicht abschließend.

Wie viel verdient man in der Ausbildung zum Physiotherapeuten?

Wer bei einem Arbeitgeber im Geltungsbereich des TVöD ausgebildet wird, fällt unter den TVAöD (§ 1 Abs. 1 Buchst. c). Die Tabelle nach § 8 Abs. 2 TVAöD – BT Pflege sieht ab 01.05.2026 1.365,24 € im ersten, 1.425,30 € im zweiten und 1.522,03 € im dritten Ausbildungsjahr vor.

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Quellen & Nachweise

Geprüft am
Datengrundlage
TVöD-Tabelle 2026 (VKA und Bund) und TV-L-Tabelle 2026

Quellen aller Zahlen dieser Seite

  1. 1
    VKA — Vereinigung der kommunalen ArbeitgeberverbändeHerausgeber der TVöD-Entgelttabellen für den kommunalen Bereich (VKA) und der offiziellen Lesefassung
  2. 2
    BMI — Bundesministerium des Innern und für HeimatHerausgeber des TVöD Bund (Entgelttabellen, Tarifvertrag, Änderungstarifverträge)