Hebamme Gehalt TVöD 2026: P 8, mit Hochschulstudium P 11
Angestellte Hebammen bei Kommunen sind im TVöD in P 8 eingruppiert, 3.701,21 € bis 4.488,98 € brutto im Monat ab 01.05.2026. Mit abgeschlossenem Studium und entsprechender Tätigkeit gilt seit 01.01.2025 P 11: 4.419,71 € bis 5.233,54 €. Diese Seite behandelt Hebammen im Angestelltenverhältnis bei kommunalen Kliniken und Einrichtungen. Freiberufliche Hebammen rechnen nicht nach dem TVöD ab, sondern nach dem Vertrag über die Hebammenhilfe (§ 134a SGB V). Zu beiden Tabellenentgelten kommt in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen die Pflegezulage von 141,82 € im Monat.
Zwei Entgeltgruppen in der Ziffer 1: P 8 und P 11
Einen eigenen Abschnitt für Hebammen hat die kommunale Entgeltordnung nicht. Hebammen stehen in Teil B Abschnitt XI Ziffer 1, „Beschäftigte in der Pflege“, und damit in der P-Tabelle. Bis Ende 2024 gab es dort genau ein Hebammen-Merkmal, die Fallgruppe 3 der Entgeltgruppe P 8. Seit dem 01.01.2025 kommt eine Entgeltgruppe P 11 mit zwei Fallgruppen hinzu:
Entgeltgruppe P 8, Fallgruppe 3: Hebammen und Entbindungspfleger mit mindestens dreijähriger Ausbildung und entsprechender Tätigkeit.Entgeltgruppe P 11, Fallgruppe 1: Hebammen mit abgeschlossener Hochschulbildung und entsprechender Tätigkeit.Entgeltgruppe P 11, Fallgruppe 2: Hebammen und Entbindungspfleger der Entgeltgruppe P 8 Fallgruppe 3, die aufgrund gleichwertiger Fähigkeiten und ihrer Erfahrungen entsprechende Tätigkeiten der Fallgruppe 1 ausüben.
Die neue P 11 steht in der Qualifikationsleiter, nicht in der Leitungsleiter der Ziffer 2. Mit der gleichnamigen Gruppe für Team- und Stationsleitungen teilt sie nur die Tabellenzeile, also dieselben Euro-Beträge. Fallgruppe 1 knüpft an den Abschluss an, Fallgruppe 2 an Erfahrung: Sie öffnet P 11 für Hebammen aus P 8, die ohne Studium gleichwertige Aufgaben wahrnehmen.
Eine Abgrenzung regelt die Vorbemerkung Nr. 5 zu Ziffer 1: Hebammen und Entbindungspfleger, die „die Tätigkeit von Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Gesundheits- und Krankenpflegern“ auszuüben haben, werden nach den Merkmalen für Pflegekräfte eingruppiert. Maßgeblich ist also, welche Tätigkeit übertragen ist, nicht allein die Berufserlaubnis. Wie diese Merkmale aufgebaut sind, zeigt der Ratgeber Pflegefachkraft Gehalt im TVöD.
P 8 und P 11 nach Stufen, gültig ab 01.05.2026
| Stufe | P 8 | Jahre bis zur nächsten Stufe | P 11 | Jahre bis zur nächsten Stufe |
|---|---|---|---|---|
| Stufe 2 | 3.701,21 € | 3 | 4.419,71 € | 2 |
| Stufe 3 | 3.862,80 € | 3 | 4.557,30 € | 3 |
| Stufe 4 | 4.075,58 € | 4 | 4.901,27 € | 4 |
| Stufe 5 | 4.247,92 € | 5 | 5.129,69 € | 5 |
| Stufe 6 | 4.488,98 € | Endstufe | 5.233,54 € | Endstufe |
Die P-Tabelle beginnt in beiden Gruppen mit Stufe 2; das legt § 52 Abs. 2 BT-K für P 7 bis P 16 als Eingangsstufe fest. Danach trennen sich die Wege schon beim ersten Aufstieg. Nach § 52 Abs. 3 BT-K erreichen Beschäftigte der Ziffer 1 in P 7 und P 8 die Stufe 3 erst nach drei Jahren in Stufe 2. Die Ausnahmen der Protokollerklärung (Dialyse, OP, Intensivmedizin und andere) nennen weder Kreißsaal noch Entbindung. Für die Hebamme in P 11 gilt dagegen der Regelfall des § 16 (VKA) Abs. 3: zwei Jahre. Von Stufe 2 bis zur Endstufe dauert es in P 8 damit 15 Jahre, in P 11 14 Jahre.
Manche Gehaltsportale nennen für die Hebammen-P-11 noch Beträge der Tabelle, die bis 31.03.2025 galt. Die Werte oben stammen aus der Anlage E in der Fassung ab 01.05.2026. Wie Berufsjahre beim Arbeitgeberwechsel angerechnet werden, erklärt der Ratgeber zur Stufenlaufzeit; Netto und Teilzeit rechnen die Gruppenseiten P 8 und P 11.
Die Hebammen-P-11: Einigung, Rückwirkung und was „Hochschulbildung“ heißt
Vereinbart wurde die neue Gruppe in der Tarifrunde 2025, im Teil C des Einigungspapiers vom 06.04.2025, der nur für die kommunalen Arbeitgeber gilt:
Hebammen und Entbindungspfleger mit abgeschlossener Hochschulbildung werden in eine neue Entgeltgruppe P 11 eingruppiert. Ausgebildete Hebammen und Entbindungspfleger können ebenfalls, wenn sie aufgrund gleichwertiger Fähigkeiten und ihrer Erfahrungen entsprechende Tätigkeiten ausüben, in die Entgeltgruppe P 11 eingruppiert werden.
Obwohl die Einigung erst im April 2025 kam, gilt die Gruppe ab Jahresbeginn. Das regelt der Überleitungstarifvertrag ausdrücklich:
Hebammen und Entbindungspfleger, denen am 1. Januar 2025 oder danach Tätigkeiten übertragen sind, die eines der Tätigkeitsmerkmale der Entgeltgruppe P 11 in der seit dem 1. Januar 2025 geltenden Fassung erfüllen, werden rechtlich so gestellt, als ob sie seit der Übertragung der Tätigkeit, frühestens seit dem 1. Januar 2025, in die entsprechende Entgeltgruppe eingruppiert gewesen wären.Satz 1 findet so lange Anwendung, wie die Voraussetzungen eines dieser Tätigkeitsmerkmale weiterhin vorliegen, längstens jedoch, bis diese Hebammen oder Entbindungspfleger in der Entgeltgruppe P 11 eingruppiert sind.
Für die Praxis heißt das: Wer die Voraussetzungen schon im Januar 2025 erfüllte, wird so behandelt, als hätte er oder sie seitdem in P 11 gestanden. Wurde die Tätigkeit später übertragen, zählt der Tag der Übertragung. Wie ein Wechsel in eine höhere Gruppe sonst abläuft, beschreibt der Ratgeber zur Höhergruppierung.
Was als abgeschlossene Hochschulbildung zählt, bestimmt die Vorbemerkung Nr. 4 der Entgeltordnung: unter anderem ein Bachelorgrad in einem Studiengang, der die Hochschulreife voraussetzt und eine Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern hat. Die an sich verlangte Akkreditierung ist nach der Protokollerklärung bis zum 31.12.2029 ausgesetzt. Das duale Hebammenstudium erfüllt die Semesterschwelle, weil das Hebammengesetz mindestens sechs Semester vorschreibt.
Eine Grenze zieht der Wortlaut trotzdem: Der Abschluss allein reicht nicht. Fallgruppe 1 verlangt zusätzlich eine „entsprechende Tätigkeit“, und keine Protokollerklärung erläutert, was darunter fällt. Ob eine studierte Hebamme in P 11 steht, hängt deshalb an den übertragenen Aufgaben.
Rechenbeispiel: zwei Hebammen im selben Kreißsaal
Im Kreißsaal eines kommunalen Krankenhauses arbeiten zwei Hebammen in Vollzeit, beide in Stufe 3. Die eine hat die dreijährige Ausbildung an einer Hebammenschule abgeschlossen und steht in P 8. Die andere hat nach dem Hebammengesetz von 2019 studiert und steht mit entsprechender Tätigkeit in P 11. Monatsbeträge brutto:
- P 8, Stufe 3: 3.862,80 € Tabellenentgelt, dazu Pflegezulage 141,82 € und nicht dynamische Zulage 25,00 €, zusammen 4.029,62 €.
- P 11, Stufe 3: 4.557,30 € Tabellenentgelt mit denselben beiden Zulagen, zusammen 4.724,12 €.
Im Monat liegen 694,50 € zwischen beiden, denn die Zulagen sind in beiden Gruppen gleich hoch. Bei der Jahressonderzahlung schrumpft der Abstand. § 54 Abs. 3 BT-K gewährt P 5 bis P 8 90 %, P 9 bis P 16 nur 85 %. Auf das Tabellenentgelt der Stufe 3 gerechnet erhält die Hebamme in P 8 3.476,52 €, die in P 11 3.873,71 €. Aus 694,50 € Monatsabstand werden in der Sonderzahlung 397,19 €.
Das Beispiel rechnet mit dem Tabellenentgelt. Maßgeblich ist nach § 20 TVöD das durchschnittliche Entgelt der Monate Juli bis September, und Zeitzuschläge, Wechselschichtzulage oder Bereitschaftsdienste sind hier nicht eingerechnet. Wie die Sonderzahlung im Einzelnen bemessen wird, erklärt der Ratgeber zum Weihnachtsgeld im TVöD.
Pflegezulage, Wechselschicht, Rufbereitschaft: was im Kreißsaal dazukommt
Die Pflegezulage hängt an der Gruppe, nicht an der Station. § 52 Abs. 6 BT-K und § 51a Abs. 5 BT-B zahlen sie allen, die „in eine der Entgeltgruppen P 5 bis P 16 eingruppiert“ sind: 141,82 € im Monat ab 01.05.2026. Sie steigt erst bei Tariferhöhungen nach dem 31.03.2027 mit. Der BT-B nennt in seinem Geltungsbereich ausdrücklich „Heil-, Pflege- und Entbindungseinrichtungen“ (§ 40 Abs. 1 Buchst. a); die Regeln dieses Teils erklärt die Seite zum TVöD-B. Im Krankenhaus zahlt § 52 Abs. 5 BT-K zusätzlich die nicht dynamische Zulage von 25,00 €, im Bereich des Kommunalen Arbeitgeberverbands Baden-Württemberg 35,00 €.
Therapeutinnen und Therapeuten im selben Haus stehen dagegen in der E-Tabelle und erhalten keine Pflegezulage; den Unterschied zeigt der Ratgeber Physiotherapeut Gehalt im TVöD. Die Funktionszulagen der Protokollerklärungen Nrn. 1 bis 3 zur Ziffer 1 sind nach ihrem Wortlaut auf P 5 bis P 9 beschränkt und erreichen P 11 nicht. Die Hebammen-Fallgruppe in P 8 verweist selbst nicht auf diese Protokollerklärungen.
Für Schichtdienste gilt die allgemeine Regel des Krankenhauses. Wechselschicht liegt nach § 48 Abs. 2 BT-K vor, wenn jemand „längstens nach Ablauf eines Monats erneut zu mindestens zwei Nachtschichten herangezogen wird“. Ständige Wechselschicht bringt nach § 50 Abs. 2 BT-K 250,00 € im Monat, nicht ständige 1,49 € je Stunde; im BT-B sind es 250,00 € beziehungsweise 1,47 € je Stunde. Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge ermittelt der Zuschlagsrechner; alle Sonderregeln des Krankenhauses fasst die Seite zum TVöD-K zusammen.
Eine eigene Rufbereitschaftsregel für Hebammen enthält der TVöD nicht. Es gilt der Allgemeine Teil: Für eine Rufbereitschaft von mindestens 12 Stunden gibt es je Tag eine Pauschale, von Montag bis Freitag das zweifache, an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen das vierfache des tariflichen Stundenentgelts (§ 8 Abs. 3 TVöD). Kürzere Rufbereitschaften werden mit 12,5 % des Stundenentgelts je Stunde vergütet. Im Krankenhaus darf der Arbeitgeber sie nach § 45 Abs. 8 BT-K nur anordnen, „wenn erfahrungsgemäß lediglich in Ausnahmefällen Arbeit anfällt“, und für die Zeit der Rufbereitschaft werden keine Zeitzuschläge gezahlt (§ 46 Abs. 5 BT-K). Die Einzelheiten erklärt der Ratgeber zur Rufbereitschaft im TVöD.
Bereitschaftsdienst wird im Krankenhaus nach der Anlage G bezahlt, und zwar nach Gruppe, nicht nach Stufe: 23,29 € je Stunde in P 8, 25,93 € in P 11, jeweils ab 01.05.2026 für die als Arbeitszeit gewertete Zeit.
Leitende Hebammen und Lehrkräfte an Hebammenschulen
Wer im Kreißsaal Verantwortung für andere übernimmt, wechselt in die Ziffer 2 „Leitende Beschäftigte in der Pflege“. Deren Vorbemerkung Nr. 3 lautet: „Diese Regelungen gelten auch für Leitungskräfte in der Entbindungspflege.“ Maßgeblich ist die Größe der Einheit, nicht ihr Name; abweichende Bezeichnungen für vergleichbare Einheiten sind nach Vorbemerkung Nr. 2 „unbeachtlich“. Eine Kreißsaalleitung hat deshalb keine feste Gruppe, sondern wird nach der Einheit zugeordnet, die sie tatsächlich leitet.
| Gruppe | Leitungsfunktion | Spanne brutto/Monat |
|---|---|---|
| P 9 | ständige Vertretung einer Gruppen- oder Teamleitung | 3.992,39 € bis 4.662,42 € |
| P 10 | Gruppen- oder Teamleitung, in der Regel nicht mehr als neun fachlich Unterstellte | 4.184,40 € bis 4.960,96 € |
| P 11 | Gruppen- oder Teamleitung „mit einem höheren Maß von Verantwortlichkeit oder von großen Gruppen oder Teams“; ständige Vertretung einer Stationsleitung | 4.419,71 € bis 5.233,54 € |
| P 12 | Stationsleitung, in der Regel nicht mehr als zwölf Unterstellte | 4.657,22 € bis 5.493,13 € |
| P 13 | Leitung einer großen Station | 4.894,78 € bis 5.778,68 € |
| P 14 bis P 16 | Bereichs- oder Abteilungsleitung, in der Regel nicht mehr als 48 Unterstellte | 5.013,53 € bis 6.937,70 € |
Der zweite Weg führt an die Schule. Für Lehrkräfte an Hebammenschulen gilt die Ziffer 3 „Lehrkräfte in der Pflege“, und sie zahlt nicht nach der P-Tabelle, sondern nach der allgemeinen E-Tabelle (ab 01.05.2026):
- E 10 „Lehrkräfte mit entsprechender Zusatzqualifikation“, 4.124,53 € bis 5.753,35 €.
- E 11 für Lehrkräfte der E 10 als stellvertretende Leitung oder Fachbereichsleitung einer Hebammenschule, 4.269,64 € bis 6.326,77 €.
- E 12 für Lehrkräfte der E 10 als Leitung einer Hebammenschule, 4.415,70 € bis 6.900,18 €.
- E 13 für Beschäftigte der E 11 Fallgruppe 1 als Leitung einer Hebammenschule, 4.901,11 € bis 7.025,87 €.
Das Hebammengesetz: Studium, Berufsbezeichnung, vorbehaltene Geburtshilfe
Die Hochschul-Gruppe im Tarif folgt einer Reform im Berufsrecht. Das Hebammengesetz vom 22.11.2019 hat die Ausbildung an Hebammenschulen durch ein Studium ersetzt. Das Berufsbild beschreibt § 1 so: Der Beruf „umfasst insbesondere die selbständige und umfassende Beratung, Betreuung und Beobachtung von Frauen während der Schwangerschaft, bei der Geburt, während des Wochenbetts und während der Stillzeit, die selbständige Leitung von physiologischen Geburten sowie die Untersuchung, Pflege und Überwachung von Neugeborenen und Säuglingen.“
- Studium (§ 11): in Vollzeit mindestens sechs und höchstens acht Semester, dual, mit mindestens 4.600 Stunden, davon je mindestens 2.200 Stunden berufspraktisch und hochschulisch.
- Vergütung im Studium (§ 34): Die verantwortliche Praxiseinrichtung zahlt eine angemessene monatliche Vergütung. In kommunalen Krankenhäusern legt sie der TVHöD fest: 1.815,00 € im Monat ab 01.05.2026. Die Nachbartarifverträge für Auszubildende und Studierende stellt die Seite zum TVAöD vor.
- Berufsbezeichnung (§ 3 Abs. 2, § 74 Abs. 2): „Die Berufsbezeichnung ‚Hebamme‘ gilt für alle Berufsangehörigen.“ Entbindungspfleger können sie auf Antrag erhalten. Deshalb spricht die neue P-11-Fallgruppe 1 nur noch von „Hebammen“, während die ältere P-8-Fallgruppe beide Bezeichnungen nennt.
- Vorbehaltene Tätigkeit (§ 4): „Zur Leistung von Geburtshilfe sind außer Ärztinnen und Ärzten nur Personen mit einer Erlaubnis nach diesem Gesetz berechtigt.“ Ärztinnen und Ärzte müssen dafür sorgen, dass bei einer Geburt eine Hebamme zugezogen wird (Abs. 3).
- Übergang (§§ 73, 77): Alte Erlaubnisse bleiben wirksam. Eine Fachschulausbildung, die vor dem 31.12.2022 begonnen wurde, kann bis zum 31.12.2027 nach altem Recht abgeschlossen werden. Bis dahin kommen also noch Hebammen ohne Studium in den Beruf, für die P 8 das Grundmerkmal bleibt.
Bund, Uniklinik, freiberuflich: wo P 8 und P 11 nicht gelten
Alles bisher Gesagte gilt für die kommunale Entgeltordnung. Die beiden anderen Tarifwerke des öffentlichen Dienstes ordnen Hebammen anders ein:
- Bund: Die Entgeltordnung des Bundes führt die Pflege-Merkmale im Teil IV für den Bereich des Bundesministeriums der Verteidigung (Abschnitt 25.1). Hebammen erscheinen dort lediglich in der Vorbemerkung Nr. 4, nach der sie nach den Merkmalen für Pflegekräfte eingruppiert werden. Eine eigene Hebammen-Fallgruppe oder eine Hebammen-P-11 gibt es beim Bund nicht.
- Länder und Unikliniken: Die Anlage A zum TV-L nennt Hebammen in der Entgeltgruppe KR 8, Fallgruppe 2: „Hebammen mit mindestens dreijähriger Ausbildung und entsprechender Tätigkeit.“ Ein Hochschul-Merkmal fehlt. Die KR-Tabelle führt diese Website nicht, deshalb nennen wir für die Uniklinik keine Beträge. Wie sich der TV-L sonst unterscheidet, erklärt die Länderseite.
- Freiberuflich: Nach § 134a Abs. 1 SGB V schließt der Spitzenverband Bund der Krankenkassen mit den Berufsverbänden der Hebammen „Verträge über die Versorgung mit Hebammenhilfe … sowie über die Höhe der Vergütung“ (§ 134a SGB V). Der TVöD spielt dort keine Rolle.
Auch kirchliche Kliniken mit eigenen Arbeitsvertragsrichtlinien und private Klinikkonzerne wenden den TVöD nicht von selbst an; dort entscheidet der Arbeitsvertrag. Ein bundesweites Durchschnittsgehalt für Hebammen geben wir nicht an, weil wir keine amtliche Statistik dazu ausgewertet haben. Wie sich Gehälter im öffentlichen Dienst allgemein zusammensetzen, zeigt der Ratgeber Gehalt im öffentlichen Dienst; weitere Gesundheitsberufe ordnet die Übersicht Eingruppierung nach Berufen ihren Gruppen zu, alle P-Gruppen mit Rechner führt der Pflege-Bereich.
Wie dieser Ratgeber entsteht
- Merkmale im Wortlaut: Anlage 1 – Entgeltordnung (VKA), Teil B Abschnitt XI Ziffern 1, 2 und 3, in der Lesefassung der VKA zum TVöD-AT (Stand 01.01.2026); § 29e TVÜ-VKA in der Lesefassung Stand 01.01.2025; Einigungspapier vom 06.04.2025, Teil C Nr. 5. Die Silbentrennungen des PDF-Satzes sind zusammengezogen.
- Alle Euro-Beträge kommen zur Build-Zeit aus der Engine: P-Tabelle aus
lib/engine/tvoed/sue-pflege.ts(gültig 01.05.2026 bis 31.03.2027), E-Gruppen der Hebammenschule auslib/engine/tvoed/brutto.ts, Zulagen, Sätze und Stundensätze aus den Modulen des BT-K. Summen im Rechenbeispiel sind daraus abgeleitet. - Diese Seite nennt kein Durchschnittsgehalt und keine Honorare für freiberufliche Hebammen. Für beides haben wir keine amtliche Quelle ausgewertet.
Häufige Fragen zum Gehalt von Hebammen
Häufige Fragen zum Gehalt von Hebammen
Wie viel verdient eine angestellte Hebamme im TVöD?
Bei kommunalen Arbeitgebern steht die Hebamme mit mindestens dreijähriger Ausbildung in P 8: 3.701,21 € bis 4.488,98 € brutto im Monat, gültig ab 01.05.2026. Mit abgeschlossener Hochschulbildung und entsprechender Tätigkeit gilt seit 01.01.2025 P 11: 4.419,71 € bis 5.233,54 €. Im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen kommt die Pflegezulage von 141,82 € im Monat hinzu.
Kommt man mit einem Bachelor in Hebammenwissenschaft automatisch in P 11?
Nicht automatisch. Das Merkmal verlangt zwei Dinge: eine abgeschlossene Hochschulbildung und eine entsprechende Tätigkeit. Was die Tätigkeit inhaltlich erfüllen muss, erläutert keine Protokollerklärung. Umgekehrt können auch fachschulisch ausgebildete Hebammen in P 11 kommen, wenn sie aufgrund gleichwertiger Fähigkeiten und ihrer Erfahrungen entsprechende Tätigkeiten ausüben (Fallgruppe 2).
Gilt die P 11 für Hebammen rückwirkend?
Ja, im kommunalen Bereich. Die Tarifeinigung stammt vom 06.04.2025, § 29e TVÜ-VKA stellt Hebammen aber so, als ob sie seit der Übertragung der Tätigkeit, frühestens seit dem 01.01.2025, in P 11 eingruppiert gewesen wären. Beim Bund und an Unikliniken nach TV-L gibt es keine Hebammen-P-11.
Bekommen Hebammen im Krankenhaus die Pflegezulage?
Ja. § 52 Abs. 6 TVöD-BT-K und § 51a Abs. 5 TVöD-BT-B gewähren sie allen, die in P 5 bis P 16 eingruppiert sind, also auch Hebammen in P 8 und P 11: 141,82 € im Monat ab 01.05.2026. Im Krankenhaus kommt die nicht dynamische Zulage von 25,00 € dazu.
Warum ist die Jahressonderzahlung in P 11 prozentual niedriger?
Weil § 54 Abs. 3 BT-K die Sätze nach Gruppen staffelt: 90 % für P 5 bis P 8, 85 % für P 9 bis P 16. Die Hebamme in P 11 erhält einen kleineren Satz auf ein höheres Entgelt. In Stufe 3 bleibt ihre Jahressonderzahlung trotzdem um 397,19 € höher.
Was verdienen freiberufliche Hebammen?
Freiberufliche Hebammen fallen nicht unter den TVöD. Ihre Vergütung regeln Verträge, die der Spitzenverband Bund der Krankenkassen nach § 134a SGB V mit den Berufsverbänden der Hebammen schließt. Die Vergütungssätze dieser Verträge wertet diese Seite nicht aus.
Wird das Hebammenstudium bezahlt?
Ja. § 34 HebG verpflichtet die verantwortliche Praxiseinrichtung zu einer angemessenen monatlichen Vergütung. In kommunalen Krankenhäusern regelt sie der TVHöD: 1.815,00 € im Monat ab 01.05.2026.
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- Geprüft am
- Datengrundlage
- P-Tabelle des TVöD-VKA 2026 (Anlage E BT-K/BT-B) und TVöD-Tabelle VKA 2026
Quellen aller Zahlen dieser Seite
- 1VKA — Vereinigung der kommunalen ArbeitgeberverbändeHerausgeber der TVöD-Entgelttabellen für den kommunalen Bereich (VKA) und der offiziellen Lesefassung
- 2BMI — Bundesministerium des Innern und für HeimatHerausgeber des TVöD Bund (Entgelttabellen, Tarifvertrag, Änderungstarifverträge)
Redaktion Entgeltgruppen.com
Redaktion
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